Ehemaliger jüdischer Präsident des FC Bayern Allianz Arena: Kurt-Landauer-Platz soll kommen

Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern, enthüllte die Gedenktafel zusammen mit dem Neffen von Kurt Landauer, Uri Siegel, und dem Vorsitzenden des Kurt-Landauer-Fanclus aus Zürich, Peter Weisz. Foto: AZ Sportredaktion

Der Platz vor der Allianz Arena soll nach dem ehemaligen jüdischen Präsidenten des FC Bayern München, Kurt Landauer, benannte werden

 

München  -  Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge signalisierte am Montag Unterstützung für einen entsprechenden Vorschlag von Charlotte Knobloch, der Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Laut Knobloch ist auch das Kultusreferat der Stadt München einverstanden, wenn der FC Bayern zustimmt.

Knobloch und Rummenigge hatten gemeinsam die Sonderausstellung "Kicker, Kämpfer und Legenden - Juden im deutschen Fußball und beim FC Bayern" eröffnet, bei der auch das Schicksal Landauers thematisiert wird. Unter dem NS-Regime war der ehemalige Vereinspräsident 30 Tage lang im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, später flüchtete er in die Schweiz.

Nach dem Krieg kehrte er nach München zurück und nahm sein Amt wieder auf. In der Nähe der Allianz Arena gibt es bereits einen Kurt-Landauer-Weg, dieser führt jedoch zu einer Kläranlage - ein Umstand, den Knobloch schon lange kritisiert hatte.

 

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