Dubiose Geschichte Formel 1: Wehrlein startet auch in China nicht

Skeptische Blicke: Pascal Wehrlein. Foto: dpa

Formel-1-Pascal Wehrlein verpasst mindestens auch den zweiten Saisonlauf in China. Eine Verletzung aus dem Januar kommt den Worndorfer teuer zu stehen.

 

Shanghai - Kompletter Fehlstart für Pascal Wehrlein: Der Sauber-Pilot verpasst nach dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien wegen Trainingsrückstands mindestens auch den zweiten WM-Lauf in Shanghai/China (Sonntag, 9 Uhr/RTL und Sky). Dies teilte sein neuer Rennstall am Montag überraschend mit. Selbst die Teilnahme des 22 Jahre alten Worndorfers beim dritten Rennen am Ostersonntag in Bahrain wird bereits offen infrage gestellt.

"Das Wichtigste ist für mich, dass ich sehr hart und intensiv trainieren kann, um meine Leistung so schnell wie möglich hundertprozentig abrufen zu können. So bin ich dann gut vorbereitet für meinen ersten vollumfänglichen Grand-Prix-Einsatz für das Sauber-Team. Ich hoffe, dass dies bereits in Bahrain der Fall sein wird", wurde Wehrlein am Montag in einem Statement seines Rennstalls zitiert: "Spätestens für den Großen Preis von Russland (am 30. April; d. Red.) sollte ich aber wieder in bester körperlicher Verfassung sein", erklärte Wehrlein, der erneut durch den Italiener Antonio Giovinazzi ersetzt wird.

Nach der jüngsten Entwicklung rund um seine mysteriöse Rückenverletzung, die er sich im Januar beim sportlich bedeutungslosen Race of Champions in Miami zugezogen hatte und deren Schwere nie kommuniziert wurde, klingt diese Aussage eher nach einem "frühestens".

Merkwürdige Geschichte

Durch die erneute Startabsage wird die Causa Wehrlein immer dubioser. Immerhin hatte der für seine Vorsicht bekannte Automobil-Weltverband FIA dem 22-Jährigen am 23. März nach einer ärztlichen Untersuchung die Starterlaubnis für den Formel-1-Saisonauftakt in Melbourne erteilt.

Zuvor hatte Wehrlein an den Testfahrten vom 7. bis 10. März in Barcelona teilgenommen. "Tests sind Tests, Rennen sind etwas ganz anderes", hatte Wehrlein in Melbourne erklärt, nachdem er in Barcelona tatsächlich an keinem seiner vier Einsatztage eine komplette Renndistanz zurückgelegt hatte.

Harte Monate für Wehrlein

Sorgen müsse man sich deswegen nicht machen, hatte der frühere DTM-Champion Down Under allerdings ebenfalls gesagt. Teamchefin Monisha Kaltenborn hatte gar behauptet, Wehrlein werde "definitiv" in China erstmals in einem Rennen in den Sauber steigen.

Wehrlein hat ohnehin schon schwierige Monate hinter sich: Durch den überraschenden Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg avancierte der Mercedes-Protegé in der Vorweihnachtszeit kurzzeitig zum Favoriten auf ein Silberpfeil-Cockpit.

Wegen der größeren Erfahrung entschied sich der Weltmeister-Rennstall aber für den Finnen Valtteri Bottas. Wehrlein blieb nach seinem Debütjahr beim mittlerweile bankrotten Manor-Rennstall nur noch das Cockpit beim Sauber-Team. Dort hatte er nach seinem Unfall beim Race of Champions einen denkbar schlechten Start. Die guten Zeiten für ihn müssen erst wieder anbrechen.

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