Dreierpack beim Startelf-Debüt FC Bayern: Top-Talent Joshua Zirkzee sorgt bei den Amateuren für Furore

Sturm-Juwel des FC Bayern: Joshua Zirkzee Foto: firo/Augenklick

Joshua Zirkzee ist einer der ganz großen Hoffnungsträger in der Jugend des FC Bayern. Am Freitagabend gab der 17-Jährige sein Startelf-Debüt im Seniorenbereich – und schnürte gleich einen Dreierpack.

 

München - Als Joshua Zirkzee um 20.15 Uhr den Rasen im Grünwalder Kühlschrank verließ, erhoben sich ein letztes Mal die Zuschauer auf den Rängen. Pünktlich zur Primetime war das Spiel für den Youngster beendet, seine Show hatte er da bereits abgeliefert.

Gut eine Stunde lang dauerte das Startelf-Debüt des 17-jährigen Sturm-Juwels in der U23-Vertretung des Rekordmeisters. Länger brauchte er auch nicht, um erstmals auch im Seniorenbereich für Furore zu sorgen – und wie! Mit drei Treffern (39./54./57.) und einer Vorlage sorgte der Niederländer fast im Alleingang für den souveränen 5:1-Sieg der Bayern-Amateure gegen Schalding-Heining.

FC Bayern: Joshua Zirkzee erfuhr erst am Vorabend vom Einsatz

Beinahe überraschend schüchtern gab sich der 1,93-Meter-Hühne, der noch für die U17 spielberechtigt wäre, im Anschluss an die Partie. "Es war natürlich schön. Ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen. Das konnte ich heute mit meinen drei Toren und dem Assist", so die nüchterne Analyse des 17-Jährigen, der aber auch feststellen musste: "Hier spielen echte Männer, das ist kein Juniorenfußball mehr. Es geht alles viel schneller, die Gegner sind stärker."

Erst am Abend vorher erfuhr Zirkzee von seinem Einsatz in der U23, für die er bereits zwei Kurzeinsätze verbuchen konnte. Grund war die Abstellung der eigentlichen Leistungsträger Woo-yeong Jeong, Meritan Shabani und Lukas Mai für das Profi-Team, das am Samstag in Mönchengladbach antritt. "Wir sind sehr zufrieden. Vor allem, weil Joshua keine Sekunde mit uns trainiert hat", konstatierte daher auch U23-Trainer Holger Seitz: "Wir wussten nicht, wie es bei den Profis aussieht. Insofern muss man wirklich sagen, dass er und die gesamte Mannschaft es richtig gut gemacht haben."

Joshua Zirkzee will in die Bundesliga

Seitz weiß um das Potential des 17-Jährigen, den er nach dessen Verpflichtung von Feyenoord Rotterdam im Sommer 2017 ein Jahr lang in der U17 trainierte. "Große Schwächen hat er nicht", sagte Seitz nach der Gala seines Schützlings auf AZ-Nachfrage, betonte aber auch, dass der Angreifer weiter an sich arbeiten müsse. "Es geht nun darum, die Stärken, die er hat, noch stärker zu machen", erzählte Seitz und wurde konkreter: "Dabei geht es beispielsweise um das körperbetonte Spiel und darum, den Ball festzumachen, wenn Verteidiger wie heute gegen ihn spielen."

Beim Rekordmeister ist man sich des Talents, das in Zirkzee steckt, absolut bewusst. "Das ist ein ganz normaler Entwicklungsprozess. Wenn ein Junge talentiert ist, dann bringt er schon einmal die Voraussetzungen mit. Wenn er dann auch noch vom Kopf her klar ist, Ratschläge annimmt und im Training umsetzt, dann wird er sich automatisch weiterentwickeln", meinte Seitz.

Der Matchwinner selbst legte zum Ende seines großen Abends die Schüchternheit zumindest ein Stück weit ab. Er wolle weiter an sich arbeiten, um eines Tages in der Bundesliga aufzulaufen. Und wann? "So schnell wie möglich", scherzte er und verabschiedete sich in den Mannschaftsbus.

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