Drei Maß Ersparnis im Schnitt Oktoberfest: Hotel-Betten dieses Jahr deutlich günstiger

Solch ein Zimmer wird noch immer happig kosten. Generell sind die Preise für ein Hotelbett zur Wiesn-Zeit aber gefallen. Foto: dpa

Pünktlich zum Start der Wiesn steigen auch die Übernachtungskosten in Hotels und Pensionen. In diesem Jahr aber deutlich moderater als in den letzten Jahren. 

 

München - Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Zur Wiesn-Zeit explodieren nicht nur die Bier- und Hendl-Preise auf der Theresienwiese, sondern auch die für Übernachtungen in der ganzen Stadt.

Eine kleine Überraschung gibt's aber: Zwar steigen die Preise pünktlich zum Oktoberfest-Auftakt kräftig an, aber nicht in dem Maße, wie in den vergangenen Jahren. Das hat die Tageszeitung Die Welt ermittelt. Dem Bericht zufolge kostete ein Hotelzimmer zur Wiesn-Zeit im vergangenen Jahr durchschnittlich 280 Euro, während in diesem Jahr 248 Euro im Schnitt aufgerufen werden. Anteilig sank der Preis für ein Hotelzimmer zur Oktoberfest-Zeit also um 11,4 Prozent.

Auch im Vergleich zur Woche vor der Wiesn fällt der Preisanstieg nicht so extrem aus. Während im vergangenen Jahr die Preise um 128 Prozent stiegen und sich damit mehr als verdoppelten, sind es in diesem Jahr "nur" 89 Prozent.

Auch Privatunterkünfte sind billiger

Das gleiche Phänomen gibt es bei den Privatunterkünften. Die Plattform Tripping.com hat ermittelt, dass während der Wiesn eine Nacht in einer privaten Bleibe 208 Euro kostet. Zwar sind das 40 Prozent mehr, als zu regulären Tagen, aber gleich 20 Prozent weniger, als im vergangenen Jahr zur Wiesn-Zeit fällig wurde.

Auch im Umland sind die Preise für Übernachtungen während des Oktoberfests deutlich gesunken. So fiel in Erding der Durchschnittspreis um knapp 27 Prozent von 432 Euro auf 316 Euro. Auch im günstigen Wolfratshausen ist der Preis gefallen. 77 Euro werden dort in diesem Jahr für eine Übernachtung während des Oktoberfests fällig - 27 Prozent weniger als im vergangenen Jahr zur selben Zeit.

Mehr Geld für Bier?

Die Gründe für den Preissturz seien noch unklar, heißt es im Bericht. Doch Experten vermuten, dass eine erhöhte Terrorangst zu einem Besucherrückgang führen könnte. Bereits im vergangenen Jahr sanken die Besucherzahlen unter die magische Sechs-Millionen-Grenze. Dieser Trend könnte sich fortsetzen. 

Durch die günstigeren Übernachtungspreise können die Besucher aber mehr konsumieren. Allein der gesunkene Hoteldurchschnittspreis reicht für drei extra Maß. Denn der Preis für eine Maß ist natürlich nicht gesunken und liegt zwischen 10,70 Euro und 10,95 Euro pro Liter Bier.

 

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