Dramatische Entwicklung in Bayern Feinstaub: Münchens Luft ist erschreckend schlecht

Dicke Luft in Bayern. München trifft es besonders hart. Foto: Matthias Schrader/dpa

An 15 Tagen wurde 2016 an der Landshuter Allee der Feinstaub-Grenzwert überschritten - bayernweiter Rekord! In den ersten drei Monaten von 2017 haben bereits neun bayerische Messstellen diesen Wert erreicht - München hat ihn sogar überschritten.

 

München - Der Frühling hat für Besserung gesorgt, dennoch ist die Feinstaub-Belastung in Bayerns Städten in den ersten drei Monaten des Jahres stark angestiegen. Gleich an fünf Stationen im Freistaat wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft von Januar bis Ende März an mehr als 18 Tagen überschritten, wie das Landesamt für Umwelt am Samstag in Augsburg bilanzierte.

Trauriger Spitzenreiter war die Messstation in Würzburg (Stadtring-Süd), wo der Grenzwert gleich an 23 Tagen übertroffen wurde. Damit gab es dort im ersten Quartal 2017 bereits fast zwei Drittel der pro Jahr erlaubten 35 Überschreitungen. Nicht viel besser sah es in Nürnberg (Von-der-Tann-Straße), wo der Grenzwert an 22 Tagen überschritten wurde. An der Messstation München (Stachus) wurde der Grenzwert an 21 Tagen übertroffen, an der Münchner Messstation Landshuter Allee an 20 Tagen und in Augsburg (Karlstraße) an 19 Tagen.

Wo der Grenzwert am häufigsten überschritten wurde

Nach nur drei Monaten haben im Jahr 2017 neun Messstellen den Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erreicht und einige auch überschritten - teilweise deutlich.

Würzburg, Stadtring-Süd: 23 Überschreitungen

Nürnberg, Von-der-Tann-Straße: 22 Überschreitungen

München, Stachus: 21 Überschreitungen

München, Landshuter Allee: 20 Überschreitungen

Augsburg, Karlstraße: 19 Überschreitungen

Passau, Stelzhamerstraße: 17 Überschreitungen

Augsburg, Königsplatz: 15 Überschreitungen

Landshut, Podewilsstraße: 15 Überschreitungen

Kelheim, Regensburger Straße: 15 Überschreitungen

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