Drama am Rindermarkt Hungerstreik-Unterstützer: Polizei ging brutal vor

Polizeieinsatz am Rindermarkt. Foto: Nina Job

Während Münchens OB Ude die Räumung verteidigt, werfen Unterstützer des Münchner Hungerstreik-Camps der Polizei ein brutales Vorgehen gegen die Asylbewerber vor.

 

München - Nach der Räumung des Lagers erklärte der Anmelder der ursprünglichen Kundgebung, Houmer Hedayatzadeh, Hungerstreikende seien „angegriffen, geschlagen und getreten“ worden. Asylbewerber seien im Polizeipräsidium gezwungen worden, sich nackt auszuziehen und hätten dort trotz Lebensgefahr keinerlei medizinische Versorgung erhalten.

Der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp hatte dagegen erklärt, erst die Polizei habe es Ärzten ermöglicht, die zum Teil extrem geschwächten Hungerstreikenden – darunter drei Kinder – ins Krankenhaus zu bringen. Sogenannte Unterstützer hätten Notarztwagen blockiert. Gegen zehn Hungerstreikende sei bei der Räumung „unmittelbarer Zwang angewendet“ worden, aber es sei niemand verletzt worden. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) begründete die Räumung des Lagers mit der akuten Gefahr für das Leben der Asylbewerber.

Die Münchner Sozialreferentin Brigitte Meier sagte am Sonntagmittag, zwei am Hungerstreik beteiligte Familien seien inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und in Apartments untergebracht, einige andere würden in städtischen Asyl-Unterkünften betreut.

 

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