Doppelpack gegen Zwickau TSV 1860: "Geiles Gefühl" - Westkurve feiert Matchwinner Efkan Bekiroglu

"Heute hat es geklappt", sagt Doppelpacker und Matchwinner Efkan Bekiroglu nach dem 3:0 über Zwickau. Foto: imago/kolbert-press

Der TSV 1860 holt gegen den FSV Zwickau den ersten Sieg in dieser Drittliga-Saison. Efkan Bekiroglu avanciert mit seinem Doppelpack beim 3:0-Erfolg zum Matchwinner. "Es ist ein geiles Gefühl!"

 

München - Die Westkurve hatte natürlich ihren Helden gefunden. "Bekiroglu!", hallte es aus dem Grünwalder Stadion gen Rasen, wo jener Mann stand, der fast im Alleingang dafür gesorgt hatte, dass der TSV 1860 nicht in den Tabellenkeller rutschte – sondern den umjubelten ersten Saisonsieg einfahren konnten: Efkan Bekiroglu, Sechzigs Spielmacher, Doppelpacker und eben Matchwinner.

Das klare 3:0 (1:0) des TSV 1860 am dritten Spieltag der Dritten Liga gegen Ost-Klub FSV Zwickau sorgt tabellarisch für Entspannung für die Mannschaft von Trainer Bierofka und entspannt die Löwen-Gemüter: Vier Punkte nach drei Spieltagen bedeuten Rang sieben im Tabellen-Mittelfeld. Bekiroglu war es, der den TSV nach einer guten halben Stunde magerer, sehr magerer Magerkost mit einem traumhaften Freistoßtor aus rund 20 Metern in Führung (33.) schlenzte. Im zweiten Durchgang sorgte der Deutsch-Türke dann für die Vorentscheidung (61.), Herbert Paul machte alles klar (89.) - Sechzigs Befreier-Dreier!

Bierofka: "Zwickau war bis zum ersten Tor die bessere Mannschaft"

"Es war schwer heute. Zwickau war sehr aggressiv, in der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan. Zwickau war bis zum ersten Tor die bessere Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann zurückgekämpft und auch verdient gewonnen", sagte Bierofka.

Und was meinte der Matchwinner? "Es ist ein geiles Gefühl nach den letzten Wochen. Wir haben immer gut gespielt, aber nicht gewonnen, aber heute hat es geklappt", sagte Doppelpacker Bekiroglu. 1860 begann mit Aaron Berzel anstelle des gesperrten Kapitän Felix Weber und Marius Willsch statt Youngster Fabian Greilinger etwas verhalten. Wie schon bei der Saisoneröffnung gegen Preußen Münster (1:1) musste die Bierofka-Elf erst die Anfangsnervosität ablegen, bevor Herbert Paul im Strafraum zu Boden ging – zurecht kein Elfmeter (5.). Zwickau, nach dem Ultra-Boykott nur von geschätzt 350 Fans unterstützt, schlug umgehend mit einer dicken Schusschance durch Julius Reinhardt zurück - hauchdünn am Tor vorbei (8.).

Bekiroglu schließt sehenswerte Kombination gekonnt ab

Das war es erstmal mit Aufregern, denn beiden Teams fehlte sichtlich eines: Ideen! Zwickau stand tief und konterte zumeist harmlos, 1860 konnte das Abwehrbollwerk nicht durchdringen. Genial für Sechzig, dass es da noch Bekiroglu gab: Der Spielgestalter legte sich seinen Sonntagsschuss quasi selbst auf – und rannte hinterher zum Torjubel direkt in die Arme von Joker Timo Gebhart. Glück für Zwickau, dass Mölders nahezu vom Anstoß weg nicht den zweiten Treffer nachlegte (34.).

Glück wiederum für Sechzig, dass Gerrit Wegkamps Rückzieher im Liegen knapp am Tor vorbeistrich (41.). Nach dem Seitenwechsel war es Christopher Handke, der forschere Gäste nach einer Ecke fast zum Ausgleich geköpft hätte (49.). Sechzig musste sich mehrerer Zwickauer Angriffe erwehren, doch in die Zwickmühle gerieten die Giesinger vorerst nicht. Der erlösende Konter gegen einen durchschnittlichen Gegner, er wollte Bekiroglu und Co. nicht gelingen – bis der Mann des Abends zum zweiten Mal zur Stelle war und eine sehenswerte Kombination gekonnt abschloss.

Als der Matchwinner schon Feierabend hatte und sich feiern lassen durfte, verpasste Joker Gebhart, der Bekiroglu Platz machte, nach schöner Einzelleistung das 3:0 (80.). An Sechzigs Befreier-Dreier war nichts mehr zu rütteln - und Paul sorgte doch noch für den Schlusspunkt eines letztlich furiosen Löwen-Sieges Nummer eins.

 

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