Doch nicht das Aus? Landshuter Haushaltsausschuss plant Sanierung des Theaters ein

Keine Dauerlösung: Für die Theaterleute ist das Zelt am Landshuter Stadtrand schon seit sechs Jahren deren Arbeitsplatz. Foto: Hagn

Der Landshuter Haushaltsausschuss will die Planungen für die Sanierung des Stadttheaters fortsetzten. Nicht nur die Theatermacher können erst einmal aufatmen.

 

Landshut - Die Frage, wie es mit dem Theater weiter geht, plagte die vergangenen Wochen nicht nur die Theatermacher selbst. Auch in der Stadt war großer Unmut über die drohende Verschiebung der Sanierung spürbar. 

Nun hat aber der massive Protest gegen einen Stopp der Theatersanierung Wirkung gezeigt. Der Haushaltsausschuss hat am Mittwoch beschlossen, die Planungen für die Sanierung 2020 wie vorgesehen fortzusetzen.

Dafür sind einem Sprecher zufolge 1,85 Millionen Euro im Etat eingesetzt worden. Ende Oktober hatte die Stadtverwaltung angesichts magerer Finanzen in Erwägung gezogen, die Sanierung auf unbestimmte Zeit auf Eis zu legen. Die Empörung in Landshut war groß.

Über 15.000 Menschen wollen das Landshuter Theater retten

Mit einer Online-Petition sammelte das Theater-Ensemble Unterschriften gegen den Stopp. Innerhalb von zwei Wochen waren bereits über 15.000 Unterschriften zusammen gekommen.

Aus Sicht von Intendant Stefan Tilch hätte dies das Aus für die Einrichtung bedeutet - und in der Folge auch für die Theater in Passau und Straubing, die mit Landshut einen Theater-Zweckverband bilden. Die Kosten für die mehr als 40 Millionen Euro teure Sanierung teilen sich der Freistaat mit 75 Prozent und die Stadt Landshut mit 25 Prozent.

Wegen des sanierungsbedürftigen Zustandes des Theaters in Landshut steht das Ensemble bereits in der sechsten Spielzeit in einem Zelt am Stadtrand auf der Bühne. Die Sanierungsphase sollte mindestens elf Spielzeiten dauern, sagt Tilch. Das habe das Team zähneknirschend hingenommen. Als Dauerzustand sei das Zelt keine Option.

 

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