Die Toten Hosen sind Headliner Campino: Das sagt er über Rockavaria 2018

Noch im leichten Schneefall: Campino vor den Propyläen am Königsplatz, wo er im Sommer mit den Toten Hosen spielt. Foto: Matthias Balk/dpa

Die Toten Hosen kommen im Juni zu Rockavaria auf den Königsplatz und sind die Top-Band am zweiten Tag.

Seit die Düsseldorfer 1983 mit Kurt Raab und Marianne Sägebrecht ihr Video zu "Eisgekühlter Bommerlunder" in Bayern drehten, pflegen die Toten Hosen eine ganz besonders innige Beziehung zum Süden der Republik. Mit ihren Langzeitfreunden Gerhard Polt und den Well-Brüdern gestaltete die Band im letzten Jahr einen legendären Abend in den Kammerspielen. Und natürlich spielten die Wells auch bei den beiden ausverkauften Hosen-Konzerten im Dezember in der Münchner Olympiahalle (hier geht's zur AZ-Kritik) mit.
Nur der Königsplatz fehlte Campino und seinen Mannen noch im Auftrittsrepertoire: Eine Lücke, die sie nun am 10. Juni schließen werden.

Als Headliner des zweiten Tages von Rockavaria werden die Toten Hosen das rockige Wochenende anwohnerschonend um 23 Uhr pünktlich beenden – zuvor aber ein volles Konzert-Programm abgeliefert haben, wie der Veranstalter Global Concerts betont.
Für Häppchen und halbe Sachen waren die Toten Hosen ohnehin noch nie zu haben. Campino ist immer noch ein Festivalbesucher mit der Musikbegeisterung eines ganz normalen Fans, wie er gestern der Münchner Presse erzählte. Deshalb freut er sich auch, am 10. Juni alte Freunde der Band Therapy zu treffen und die Bekanntschaft mit Limp Bizkit aufzufrischen. Dass die Toten Hosen auch die anderen Bands des Tages verfolgen, ist für Campino weniger Ehrensache als musikalische Neugier: "Ich schaue immer noch, wie die anderen Bands mit dem Publikum umgehen", sagt er. Auch wenn er in punkto Bühnenpräsenz wohl kaum noch allzuviel lernen kann.

Die Toten Hosen vor Rockavaria: Erstes Konzert in China

Für die Toten Hosen steht vor dem Münchner Open Air noch ein seit Ewigkeiten erhofftes Ereignis an: das erste Konzert in China, am 21. April in Peking. "Drei Tage später geht es zum Konzert nach Hongkong und danach zum Pferdewetten", sagt Campino. Ein Glückspiel ist auch das sogenannte Sommerwetter in Deutschland, das haben die sturmerprobten Hosen vor einigen Jahren noch bei Rock am Ring durchleiden müssen. "Wenn es regnet, dann musst Du einfach den Kampfgeist in Dir wecken und denken: Jetzt erst recht!", sagt Campino. "Wenn es aber hoffentlich ein lauer Sommerabend wird, dann ist das immer ein Erlebnis, an das kein Hallenkonzert heranreicht."

Die dritte Ausgabe von Rockavaria finden nach zwei Versuchen im Olympiapark nun am Königsplatz statt und bietet zudem noch eine Nebenbühne hinter der Glyptothek an. Rund 22.000 Karten sind pro Tag verfügbar, etwa die Hälfte seien bereits weg, erklärt der Veranstalter. Am Samstag steht Iron Maiden als krönender Abschluss auf der Bandliste. Und wenn alles gut läuft, wollen Global Concerts das Rockavaria langfristig auf dem Königsplatz etablieren. (Was den Bezirksausschuss in der Maxvorstadt weniger freuen dürfte - hier lesen Sie mehr dazu)


Rockavaria, Königsplatz, 9. und 10. Juni: Tagesticket Samstag: 119 Euro, Sonntag: 99,50 Euro, 2-Tagesticket 191,50 Euro, VIP-2-Tages-Ticket: 401 Euro. Kombitickets mit BOB und Meridian kosten noch 11,70 Euro Aufpreis. Online-Ticketvorverkauf hier

 

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