Die Tote aus der Kompostieranlage Hadern-Leiche: War es ein Unfall?

Mit diesem retuschierten Foto suchte die Polizei nach Angehörigen und Bekannten der Toten. Foto: dpa

Die Frau († 45), die in Hadern in der Kompostieranlage ertrunken ist, litt unter Schizophrenie. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen.

 

Hadern - Die Identität der Toten aus der Kompostieranlage in Hadern ist inzwischen geklärt. Eine Mutter aus Neuried hat sich am Mittwoch bei der Mordkommission gemeldet, weil ihre Tochter (45), von der sie seit dem 10. November kein Lebenszeichen mehr hatte, die gleichen, neuen Stiefel mit cognacfarbenem Rand besaß wie die Tote.

Seit einem DNA-Abgleich hat die Mutter aus Neuried traurige Gewissheit: Die Tote aus dem Absenkbecken ist ihre Tochter.

Die 45-Jährige kam wahrscheinlich durch einen tragischen Unfall ums Leben. Nach AZ-Informationen litt die 45-Jährige unter Schizophrenie, einer psychischen Störung, bei der die Gedanken und Wahrnehmungen stark verändert sind.

Die Frau, die ganz in der Nähe in Neuried wohnte, soll sich häufiger auf dem abgelegenen Gelände aufgehalten haben. Tagsüber ist es dort zeitweise auch einsam, das Tor steht offen. Der Zutritt ist für Unbefugte verboten, jedoch leicht möglich.

Die Kripo geht derzeit davon aus, dass die kranke Frau unbeabsichtigt in das 3,30 Meter tiefe Betonbecken stürzte, in dem Bio-Abfälle schwappten. Darin ertrank die Frau.

Aus eigener Kraft hätte sie sich nicht 80 Zentimeter hoch zum Beckenrand ziehen können.

Die Mordkommission hatte deutschlandweit nach einer Frau gesucht, auf die die Beschreibung der Toten passte. Letztlich kam sie ganz aus der Nähe. Ihre gut erhaltenen, schönen Zähne hatten die Ermittler auf eine falsche Fährte geführt – und die Suche auf deutlich Jüngere eingegrenzt.

 

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