Die schöne Münchnerin „Die Kamera muss einen lieben“

Louisa von Minckwitz Chefin von Louisa Models. Foto: Gregor Feindt

Louisa von Minckwitz ist eine der erfolgreichsten Model-Agentinnen: Sie hat Julia Stegner entdeckt. Die Schöne Münchnerin 2010 wird in ihre Kartei aufgenommen – ein Interview mit der Expertin

 

AZ: Frau von Minckwitz, die „Schöne Münchnerin 2010“ wird in die Kartei Ihrer Modelagentur aufgenommen. Was muss die Gewinnerin dafür mitbringen?

Sie muss sich vorstellen können, als Model zu arbeiten, gerne unter Menschen sein, sich vor der Kamera bewegen können und Elan und Enthusiasmus haben. Und natürlich die richtigen Körpermaße.

Ist eine bestimmte Haarfarbe derzeit gefragt?

Nein, da ist alles offen. Nur rabenschwarzes oder platinblondes Haar sollten die Mädchen nicht haben. Das kommt auf Fotos zu hart rüber.

Was ist noch wichtig?

Die Schöne Münchnerin sollte nicht zickig sein und verstehen, dass es eine enorme Chance ist, als Model zu arbeiten. Der Job ist kein Zuckerschlecken. Die Siegerin muss eine stabile Gesundheit haben. Und keine Flugangst.

Seit Heidi Klums Show „Germanys next Topmodel“ wollen immer mehr Mädchen in den Beruf einsteigen.

Wenn die Sendung gerade läuft, melden sich mehr Mädchen bei uns. Aber das ist eine Fernsehshow, da geht’s um Quoten. Viele Aufgaben, die dort gestellt werden, haben mit dem normalen Model-Dasein nichts zu tun.

Ihre berühmteste Entdeckung ist Julia Stegner, die Sie auf dem Oktoberfest gesehen haben. Hat die „Schöne Münchnerin“ auch eine Chance auf eine internationale Karriere?

Da wir international arbeiten, würde sie auch Jobs in New York oder Paris bekommen. Vorausgesetzt natürlich, wir finden so ein tolles Mädchen.

Wie wichtig ist die Ausstrahlung?

Sehr wichtig. Und fotogen muss die Gewinnerin natürlich auch sein. Es gibt wunderhübsche Mädchen, die aber auf den Fotos nicht so gut aussehen. Die Kamera muss einen lieben, sage ich immer.

Die Zeit der Top-Gagen ist vorbei. Wie viel verdient ein normales Model pro Tag?

Zwischen 1500 und 3000 Euro. Viele Mädchen haben drei bis vier Jobs pro Woche.

Das ist ordentlich.

Ja. Aber diesen Job kann man nur für eine begrenzte Zeit machen. Das ist wie bei Spitzensportlern, die müssen ja auch für die Zukunft vorsorgen.

Wie hübsch sind die Münchnerinnen?

Hier gibt’s die schönsten Mädchen in Deutschland. Die machen unheimlich viel aus sich.

Manche liegen stylingmäßig auch daneben. Gibt es etwas, das Sie auf den Klamotten-Index setzen würden?

Ja! Wenn ein Mädchen ein bisschen rund um die Hüfte ist, aber enge Röhrenjeans und ein kurzes Top trägt und überall der Speck rausquillt. Das ist ein No-go.

Interview: Verena Duregger

 

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