Die kulinarischen Tipps der AZ-Redaktion Essen wie im Urlaub - aber in München!

AZ-Redakteurin Jasmin Menrad hat in Israel nicht nur viel besichtigt – sondern auch gefuttert. (Symbolbild) Foto: Hari Nandakumar/Unsplash

Wo gibt es das echte Dolce-Vita-Gefühl? Wo das authentischste Curry? Sieben kulinarische Tipps der AZ, wenn es darum geht das Urlaubsgefühl schlemmerhaft wiederaufleben zu lassen.

 

München - Ferienzeit, schönste Zeit – das geht nicht nur den Kindern so, sondern auch uns Erwachsenen. Vor allem, wenn man in den Urlaub fahren kann.

Dort in der Ferne, im sonnigen Süden, oder an wilden Küsten, bei Grillenzirpen und Meeresbrise ist doch alles immer besser, leichter, schöner – und vor allem: Es schmeckt besser. Der gebratene Fisch im Hafenrestaurant genauso wie der Rotwein unter Zypressen oder die exotischen Köstlichkeiten auf dem Bazar. Urlaubsgefühl geht auch durch den Magen.

Neigen sich die Ferien – wie jetzt – dann dem Ende zu und man muss wieder heim, dann kann man dieses Gefühl auch Zuhause haben. Wir haben für die Daheimgebliebenen wie die Zurückgekehrten ein paar Orte zusammengestellt, in denen es (fast) so schmeckt wie im Urlaub. Und während man so dem letzten Urlaub hinterherschlemmt, kann man sich ja schon auf den nächsten freuen – und Daheim ist es ja auch sehr schön!

In der Altstadt schlemmen, wie in der Toskana

Italien, das Sehnsuchtsland der Deutschen, auch meins. Seit Jahren landen wir im Urlaub immer wieder dort und zwar nicht irgendwo, sondern in der Maremma. Meer, Lagunenebene und bewaldete Hügel sind da ganz nah beieinander, das zeigt sich auch auf den Tellern. Mare e terra, warum sich für eines entscheiden? Viel Wild gibt es, vor allem Wildschwein, als Ragout, Wurst, Schinken. Außerdem Trüffel, Käse, Honig – hach! Stolz ist man dort auch auf das Cinta-Senese-Schwein. Und das gibt's neben vielen anderen (auch vegetarischen!) Köstlichkeiten in der Rustikeria (Angertorstr. 4, Mo bis Sa 17 bis 23 Uhr, Sonntag Ruhetag) am Rande der Altstadt. Hier gibt's keine Pizza und Pasta, sondern Tagliere (Brotzeitbrettl) voller Spezialitäten, Crostoni, geröstete und belegte Weißbrotscheiben, oder köstlich belegte Schiacciata ripiena, toskanische Focaccia. Wer mag, stellt sich den Belag selbst zusammen.
Myriam Siegert

Israelische Spezialitäten in der Maxvorstadt

Hummus kann man nicht zu viel essen. Das haben wir in Israel gelernt, als wir das Kichererbsenmus zum Frühstück, Mittag und Abend gegessen haben. Genauso Baba Ghanoush, eine Auberginen-Sesam-Paste, und Falafel. Wer in Israel urlaubt, isst immer gut, wird aber auch damit konfrontiert, dass die Sehenswürdigkeit vor ihm seit Jahrhunderten Schauplatz erbitterter Kämpfe von zwei bis drei Weltreligionen ist. Wer in die Eclipse Grillbar (Heßstr. 51) einkehrt, kann sich tellerchenweise tolle Vorspeisen bestellen – ganz ohne Konflikte.
Jasmin Menrad

Griechisch essen in der Isarvorstadt - ganz üppig

In Griechenland gehört freundliches und üppiges Bewirten zur Kultur wie das Essen (und Trinken) selbst. Von den Platten naschen, Kaltes neben Warmen, dazu ein Glas Wein, während die Kinder um die Tische flitzen und der Lärmpegel eher rustikal als romantisch ist: Das klappt gut im Garten der Taverna Melina Merkouri in der Maistraße 26 (tgl. ab 17 Uhr). Empfohlen neben allem Fisch und Fleisch: der Rote-Bete-Salat mit Apfel, Joghurt und Walnüssen (6,90 Euro).
Michael Schilling

Dolce-Vita-Gefühl am Promenadeplatz

Wer im H'ugo's is(s)t, fühlt sich wie im Kurzurlaub. Atmosphäre, Akustik und Klima im Lokal-Innenhof am Promenadeplatz erinnern an bella Italia. Selbst bei Regen bleibt der Gast durch geschickte Schirm-Deko trocken und kann sich an den Feuerstellen am Tisch wohlig fühlen. Die Pizza schmeckt, wie eine Pizza schmecken muss: perfetta. Dazu ein Glaserl Vino und das Dolce-Vita-Gefühl macht sich breit.
Kimberly Hagen

Was Süßes am Viktualienmarkt

Vermutlich sind's die Gene. Großeltern aus Litauen, angeheiratete Eltern aus Polen und Rumänien, Urgroßeltern aus Ungarn. Vermutlich liebe ich deshalb die osteuropäische Küche. In München bin ich damit offenbar allein. Restaurants, die richtig gute Brotsuppen, Kutteln oder Klöße anbieten, habe ich bislang nicht gefunden. Mein fettiges Stückchen Polen hole ich mir deshalb im Café Frischhut am Viktualienmarkt (Prälat-Zistl-Straße 8, Mo-Fr 7 bis 18 Uhr, Sa 5 bis 17 Uhr, Sonntag geschlossen). Schmalznudeln sind zwar keine Paczki, das polnische Hefegebäck mit Hagebuttenmarmelade drin. Aber frisch in Butterschmalz ausgebacken und gezuckert, kommen sie den köstlichen Ost-Krapfen schon ziemlich nah.
Lea Kramer

Asiatisch speisen in Milbertshofen

Wenn ich mich zurück in meinen Thailand-Urlaub versetzen möchte, kann ich zu Fuß gehen: Bei mir ums Eck ins das Rabiang Thai Restaurant (Georgenschwaigstraße 25, tgl. 11.30-23 Uhr). Da gibt es authentisches Pad Thai (das nationale Nudelgericht) und Currys, und obendrein eine prunkvolle Inneneinrichtung. Die hat der Künstler des Königspalastes in Bangkok höchstpersönlich gestaltet – klar, dass da goldene Erinnerungen wach werden.
Lisa Marie Albrecht

Uighurisch essen in der Luwdigvorstadt

Zugegeben, ich war noch nie in China. Die Uighuren und ihre Kultur habe ich also hautnah noch nie erlebt. Allerdings war ich – relativ – nah dran: in Kirgistan. Beide Regionen haben kulinarisch mehrere Gemeinsamkeiten. Eine davon: Laghman, sehr lange, frische Nudeln mit Gemüse und Fleisch. Diese rare Spezialität gibt es im Taklamakan, einem Uighurischen Imbiss (Bayerstraße 27, tgl. 10-4 Uhr). Man kann sogar zuschauen, wie der Nudelmacher sie schwungvoll in die Länge zieht. Toll!
Sophie Anfang

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