Die erste Testfahrt Der Hyundai i10 reloaded im Test: Schicker und sicherer

Der neue Hyundai i10 feiert am 8. Februar seine Händlerpremiere in Deutschland. Foto: Hyundai

Der Kleinstwagen i10 von Hyundai ist nicht nur ganz neu, er ist auch ein Bekenntnis der koreanischen Marke zu einem vom Aussterben betroffenen Segment.

 

Lissabon - Ein hässliches Entlein war der Hyundai i10 noch nie. Aber die neueste Generation gibt - wenn auch im Kleinformat - den stolzen Schwan. Denn das Design des Kleinsten aus der Hyundai-Modellfamilie steht schick, pfiffig und selbstbewusst auf seinen bis zu 16 Zoll großen Rädern. Ab 10.990 Euro bietet er zusätzlich zum coolen Auftritt moderne Technik, eine gute Ausstattung und vergleichsweise viel Platz. Und er zeigt: Anders als andere Hersteller gibt Hyundai das Kleinstwagensegment nicht ersatzlos auf.

Die Einstiegsmodelle des neuen i10 rollen ab dem 8. Februar mit vier, die Topmodelle mit fünf Sitzplätzen an, vier Türen plus große Heckklappe sind Standard. Dank etwas mehr Breite und des um vier Zentimeter größeren Radstands bietet der Innenraum mehr Bewegungsfreiheit für die Passagiere. Der Kofferraum mit der knapp drei Zentimeter niedrigeren Ladekante und dem höhenverstellbaren Boden offeriert ein Volumen von sehr ordentlichen 252 bis 1.050 Litern.

Hyundai i10 im Test: Punktet mit moderner Konnektivitäts-Lösung

Das Auge fährt mit - drum gibt es den neuen i10 mit seiner auffälligen, x-förmigen C-Säule erstmals auch in drei frischen neuen Außenfarben und in den Versionen Trend und Style mit einer Zweifarb-Lackierung mit schwarzem oder rotem Dach. Das Innendesign ist komplett neu, etwa mit einem 3D-Wabenmuster auf Armaturenbrett und Türverkleidungen. Die neue Formgebung schafft mehr Platz und ein besseres Raumgefühl für die Frontpassagiere. Dazu bietet Hyundai auch im Kleinstwagensegment induktives Laden fürs Smartphone an.

Auch mit den Bluelink-Telematikdiensten und einer Konnektivitäts-Lösung mit eigener SIM-Karte kann der neue i10 punkten. Dadurch wird die Echtzeit-Information etwa zu Staus, Parkplätzen oder Tankstellen möglich. Oder eine Ferndiagnose möglicher Fehlerquellen plus Push-Nachrichten, wenn etwa Alarm ausgelöst oder die Türen unberechtigterweise entriegelt werden.

Hyundai i10: neues Assistenzsystem, moderner Style

Kräftig aufgerüstet hat Hyundai auch bei den Assistenzsystemen. So sind etwa der autonome Brems-Helfer, der aktive Spurhalter, der Aufmerksamkeits- und der Fernlicht-Assistent zusammen mit Lichtsensor samt Zentralverriegelung oder Tempomat schon in der Basis namens Pure an Bord. Erst im Select gibt es dann neben der Funkfernbedienung, dem RDS-DAB+-Radio und dem höhenverstellbaren Fahrersitz auch die eigentlich unverzichtbare Klimaanlage dazu. Beim Trend sind unter anderem noch Vordersitze und Lenkrad beheizbar, der 8-Zoll-Touchscreen und die Vernetzung mit Android Auto oder Apple CarPlay gehören ebenfalls ins Paket.

Ganz oben rangiert der Style, der etwa mit Projektionsscheinwerfern, statischem Abbiegelicht, LED-Tagfahrlicht oder Klimaautomatik lockt. Wer noch mehr Funktionen und Komfort will, kann in den Versionen Trend und Style zum 1.250 Euro teuren Navigations-Paket greifen, das unter anderem ein Radio-Navigationssystem, die Verkehrszeichenerkennung und eine Rückfahrkamera umfasst.

Der Hyundai i10 im Fahr-Test: Fünfgang-Schaltung, 84 PS, Beschleunigungswert 12,6 Sekunden

Aber jetzt wird gefahren. Die beiden Motoren, ein Einliter-Dreizylinder mit 67 PS und ein 1,2-Liter großer Vierzylinder mit 84 PS, kennt man bereits, neu ist die Option auf ein automatisiertes Schaltgetriebe. Wir probierten bei ersten Testfahrten rund um Lissabon das stärkere Aggregat mit der Fünfgang-Handschaltung aus. Damit wird der i10 zwar nicht zum Mini-Sportler, aber die Leistung reicht für die Kleinstwagenklasse mehr als nur aus. Der Bordcomputer zeigte bei zügiger Fahrweise auf Landstraßen und Autobahnen Werte um die 6,7 Liter an - weniger wäre auch noch drin. Hyundai nennt als Beschleunigungswert 12,6 Sekunden, die Spitze liegt bei 171 km/h. Der Verbrauch nach der wenig praxisnahen NEFZ-Norm liegt je nach Bereifung zwischen 4,6 und 4,9 Liter pro 100 Kilometer. Das 5AMT-Getriebe kann's wegen weniger Gewicht und geringerer Reibwerte noch jeweils ein Zehntel besser. Wer mehr Leistung will, muss noch bis zum Sommer warten, dann kommt eine auch optisch aufgebrezelte N-Line-Version mit 100 PS starkem Einliter-Turbomotor.

Hyunadi i10: ab 10.990 Euro zu haben

Beim Fahren wirkt der kleine Koreaner trotz seiner kleinen Dimensionen sehr erwachsen, würde die Servolenkung um die Mittellage noch ein bisschen mehr Rückmeldung geben, wäre das Gefühl hinterm Lenkrad noch entspannter. Auffallend gut ist die Geräuschdämmung, der Bonsai-Asiate ermöglicht auch beim munteren Hochdrehen Gespräche in Zimmerlautstärke.

Der klimaanlagenlose Einstieg beim i10 liegt wie erwähnt bei 10.990 Euro, der Select ist ab 13.390, der Trend ab 14.990 und der Style ab 16.990 Euro zu haben - jeweils mit dem Dreizylinder. Der größere Motor wird als Trend ab 15.690 Euro angeboten, als Style kostet er mindestens 17.390 Euro. Das automatisierte Getriebe schlägt mit jeweils 700 Euro zu Buche. Ein interessantes Angebot sind auch Leasingraten ab 119 Euro pro Monat inklusive Versicherung.

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