Die Bus-Ikone wird modernisiert VW T6.1: Fit wie am ersten Tag

An der neuen Frontpartie ist der VW T6.1, hier der Multivan Cruise, auf Anhieb zu erkennen. Foto: VW

Die ganze Bulli-Welt wartet auf den T7. Doch das dauert noch ein bisschen. Bis es so weit ist, legt VW Nutzfahrzeuge ein umfassendes Update des aktuellen Modells auf.

 

Amsterdam - Die aufgefrischte Version hört auf den Namen T6.1 und bringt neue Zutaten speziell aus dem Bereich Elektronik in den beliebten Kasten. Los geht es im Herbst 2019 mit den vier Grundmodellen Multivan, Caravelle, Transporter und California. Der Multivan 6.1 startet bei 31.900 Euro, die Sonderedition Cruise mit besonders feiner Ausstattung wie beispielsweise LED-Scheinwerfern und -Rückleuchten, Chrompaket und 3-Zonen-Klimaautomatik wird die Markteinführung begleiten. Deren Preis wollen die Nutzfahrzeug-Experten in Kürze verraten.

VW T6.1 erstmals mit volldigitalem Cockpit

Zu erkennen sind die 6.1-Modelle vor allem an der geschärften, modernisierten Front. Und ein Blick ins Innere gibt dann die endgültige Gewissheit, den modellgepflegten 6er aus Hannover vor sich zu haben: Erstmals gibt es den Bulli nämlich mit volldigitalem Cockpit, wie es etwa jüngst im Passat eingeführt wurde. Der 6.1 ist immer online, bietet reichlich neue, online-basierte Funktionen und Dienstleistungen, die etwa das Fuhrpark-Management erleichtern sollen. Schließlich ist der Bus nicht nur ein Personentransporter, sondern als Kasten- oder Pritschenwagen auch ein vielseitig einsetzbares Arbeitsgerät.

Neu im Bus ist auch die natürliche Sprachsteuerung, die mit dem Gruß "Hey, Volkswagen" in Aktion gesetzt wird. Die erstmals im Bus verwendete elektromechanische Servolenkung macht den Weg frei für ein Bündel von Assistenzsystemen vom Spurhalter über den elektronischen Park- bis zum Anhänger-Rangierhelfer.

VW T6.1 startet mit vier Zweiliter-TDI-Motoren in seinen zweiten Frühling

Über all der neuen Technik wurde aber die alltägliche Nutzerfreundlichkeit nicht vergessen. So ist etwa die Instrumententafel mit einem zusätzlichen Ablagefach vor dem Fahrer und einem größeren, offenen Staufach und einer zusätzlichen Ablage vor dem Beifahrer ausgestattet. Optional gibt es eine induktive Schnittstelle zum Smartphone-Laden. Per View-Taste im neuen Multifunktions-Lenkrad kann der Fahrer per Klick zwischen den verschiedenen Display-Konfigurationen des Digital-Cockpits wechseln. Und der Feinschliff geht weiter: Dank der zweiten Generation der Fahrwerksregelung DCC gibt es mehr Abstimmungsmöglichkeiten: Per Schieberegler kann das gewünschte Fahrprofil nahezu stufenlos eingestellt werden.

Der Bulli startet mit vier Zweiliter-TDI-Motoren in seinen zweiten Frühling. Sie leisten zwischen 90 und 199 PS und erfüllen alle die Abgasnorm Euro 6d Temp-EAVP. "Zwei der vier Motoren wurden neu konfiguriert", heißt es bei VW-Nutzfahrzeuge. So leistet der Basismotor, also der mit 90 PS, sechs PS mehr als bisher. Das Aggregat mit 110 PS löst die Versionen mit 102 PS und 114 PS ab. Wie gewohnt sind je nach Motorisierung auch Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben.

Der VW T6.1 markiert einen deutlichen Schritt nach vorne

Und wie fährt er sich, der Bulli 6.1? Ein erster Ausflug rund um Amsterdam zeigt einen Transporter, der dank der umfassenden Modernisierung fit und frisch wirkt wie am ersten Tag. Er überzeugt nach wie vor mit üppigen Platzverhältnissen und einer dicken Portion cleverer Zutaten, die das Autofahrerleben leichter machen. Von der unschlagbaren Übersicht dank der hohen Sitzposition, der kinderleichten Manövrierbarkeit und dem komfortablen Fahrwerk gar nicht zu reden.

Fazit: Der Zusatz .1 markiert beim VW-Bus einen deutlichen Schritt nach vorne und definitiv keine reine Kosmetik. Die hätte der Dauerbrenner aber auch gar nicht nötig gehabt. Kein Wunder, dass ihn VW Nutzfahrzeuge in den etwas rustikaleren Versionen parallel zum T7 weiterbauen will.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading