Die "Bar Triana" Tapas und Tango

Mehr „Triana“ als früher: Im neuen Lokal gibt es auch warme Gerichte – und immer wieder Auftritte, die die Gäste aus dem kalten Deutschland entführen. Foto: Daniel von Loeper

Ob und wie es weitergeht für die „Bar Triana“ in der Maxvorstadt, war lange unklar: Ihre alten Räume wurden luxussaniert. Jetzt hat sie ein neues, größeres Zuhause in der Neureutherstraße

 

Im Nachhinein ist es fast gut, dass es so gekommen ist“, sagt Erik Perthen. Aber die Zeit des Suchens und des Bangens, nachdem seine „Bar Triana“ aus der Schleißheimer Straße ausziehen musste, die wünscht er sich nicht zurück.

Das Gebäude wurde luxussaniert, die spanische Bar musste im letzten Sommer raus. „Es gibt einen spanischen Spruch, sinngemäß: Alles Schlechte hat etwas Gutes zur Folge“, sagt der Wirt. Das hat er sich im halben Jahr ohne Triana öfter gesagt.

Jetzt hat das Gute seit zwei Monaten wieder geöffnet: In der Neureutherstraße.

„Hier haben wir doppelt so viel Platz und für den Sommer eine Freischankfläche draußen“, sagt Perthen. „Für die alten Stammgäste, die früher nur einmal umfallen mussten bis nach Hause, ist es traurig, und sie kommen nicht mehr so oft. Dafür haben wir neue gewonnen.“

Außerdem kann sich der Deutsch-Franzose, der in Madrid aufgewachsen ist, jetzt richtig austoben in der Küche. Die alte Bar Triana hatte Tapas im Angebot und Drinks, viele ausgewählte spanische Weine. Im neuen Lokal ist der Restaurant-Betrieb dazu gekommen: Frühstück mit Kleinigkeiten wie Pain au chocolat (1,90 Euro) oder Omelettes mit Serranoschinken und Manchegokäse (4,90) – oder dem großen französischen Frühstückskorb (8,90) oder dem mediterranen Frühstück (13,90), Mittagsangebote mit Sandwiches und Quiches und warmen Gerichten und einer wechselnden Karte abends.

„Ich koche nicht nur spanische Gerichte“, sagt Perthen, „viel französischer Einfluss ist dabei, manchmal arabisches wie Couscous. Das finde ich spannender.“ Ein Favorit der Gäste ist der galizische Eintopf mit Chourizo, weißen Bohnen, Grünkohl und Serranowürfeln (7,90), oder der „Pulpo a la gallega“, Oktopus mit Kartoffeln, rotem Pfeffer, Olivenöl und Meersalz (10).

Die guten Weine gibt es immer noch. Vor dem Bestellen darf man sogar probieren – an der gleichen mosaikverzierten Bar, die schon in der alten Triana stand. Von französischen Flohmärkten und Bauernhöfen hat er Holztische und Stühle für den größeren Laden gesammelt, der alte Parkettboden hier passt gut zum Stil der Triana. Und hier hat der Wirt genug Raum für Kultur, Fado-Abende, den Gitarristen aus Sevilla mit Sängerin. Seine Gäste mögen das. „Wir sind hier vomerstenTag an akzeptiert worden. Im Nachhinein war wirklich alles gut“, sagt Perthen.

Infos zum Lokal

Neureutherstraße 8, Mo. bis Sa. 11 – 1 Uhr, So. 10 – 1 Uhr, www.bartriana.de Telefon 55269123

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