DFB-Elf: Drei Duelle um die letzten Plätze

Darf Mario Gomez ran? Oder doch Miroslav Klose? Vertraut Löw darauf, dass Podolski beim Turnier in Form kommt?

 

LEIPZIG - Ob das denn schon die EM-Elf (abgesehen von Bastian Schweinsteiger) gewesen sei, die gegen Israel begonnen hatte, wurde Bundestrainer Joachim Löw gefragt. Er wich aus: „Einige auf jeden Fall.”

Seine Bedingung für ein Mitwirken beim Auftaktduell: „Alle, die gegen Portugal auflaufen wollen, müssen zu hundert Prozent fit sein.” Daher bleiben Fragezeichen. Auf drei Positionen werden die letzten Trainingseindrücke und der Fitnessstand Stichtag kommender Freitag entscheiden.

Mertesacker gegen Hummels: „Es war wichtig, dass Per noch mal ein Spiel macht”, sagte Löw, der das unaufgeregte Aufbauspiel des Arsenal-Profis mehr schätzt als die offensiven Qualitäten des Dortmunder Hummels. Außerdem sind Mertesacker und Badstuber als Innenverteidiger-Duo eingespielter. Rechts hat sich Boateng bewährt, Lahm bleibt wohl auf links. Heißt für Höwedes und Schmelzer: zuschauen.

Podolski gegen Schürrle: Noch hält der Bundestrainer an dem Kölner Jung fest, dem einzigen, der Löw duzt. Trotz eher statischer Auftritte in Basel und Leipzig. Löw setzt auf den Turnier-Poldi: „Er kann dann explodieren, wenn es darauf ankommt.” Sein Rivale auf Linksaußen, Leverkusens André Schürrle, erzielte im 14. Länderspiel seinen siebten Treffer. Löw: „Er ist sehr torgefährlich, das gibt ihm Auftrieb.” Schürrles Nachteil: er ist der perfekte Joker. Noch?

Klose gegen Gomez: „Mario ist natürlich ein Konkurrent. Aber es ist ein unheimlicher Vorteil, dass wir im Sturm so gut besetzt sind”, sagte Miroslav Klose, der unter Knöchelproblemen leidet. Er sprach es gönnerhaft wie einer, der weiß, dass er am 9. Juni in der Startelf stehen wird – und nicht Gomez, der Torschütze zum 1:0 gegen Israel. Löw: „Es ist gut fürs Team, dass sie weiß, dass Miro und Mario immer Tore machen können – egal, wer von ihnen spielt." Wenn er fit ist, spielt Klose.

 

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