Der Staatsschutz ermittelt Augsburg: Linke schocken mit Krawall-Reiseführer zum AfD-Parteitag

"Extra Aktionskarten & Aktionsideen" verspricht der linksextreme Augsburg-Reiseführer. Foto: dpa, ho

Für den AfD-Bundesparteitag in Augsburg am 30. Juni und 1. Juli ruft die Antifa offen zu gewalttätigem Protest auf. Im Internet wurde ein Guide für "Krawalltouristen" im Look der Marco Polo-Reiseführer veröffentlicht. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.

Augsburg - In dem "Riot Maker" (übersetzt: Krawallmacher) finden sich zwar auch Straßenkarten, doch das ist nur Beiwerk. Auf den Online-Seiten gibt es konkrete Anleitungen für Blockaden und Sachbeschädigungen. Die Tipps beziehen sich auf Farbbeutelanschläge (Wurfgeschosse) bis hin zum Anzünden von Autos. Auch, wie man einen Wasserwerfer der Polizei nachhaltig beschädigt, ist thematisiert.

Polizeisprecher Thomas Rieger zur AZ: "Es handelt sich um einen öffentlichen Aufruf zu Straftaten. Der Staatsschutz ermittelt."

Die Polizei hat versucht, den "Riot Maker" aus dem Netz nehmen zu lassen - allerdings bislang ohne Erfolg. Lediglich ein verlinktes Video konnte gelöscht werden.

Zum Parteitag der AfD werden 700 Delegierte in Augsburg erwartet. Die Polizei rechnet mit bis zu mehreren hundert gewaltbereiten Linksextremen.

Zahlenmäßig deutlich überlegen wird der legale Protest: Bis zu 10.000 friedliche Demonstranten werden erwartet. Thomas Rieger: "Panik vor den Krawallmachern ist unbegründet. Das öffentliche Leben wird nicht zum Erliegen kommen."

Für Augsburg wird es mit 2.000 Beamten der größte Polizeieinsatz seiner Stadtgeschichte werden.

 

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