Der Schauspieler im Interview Jan Sosniok: "Ich gönne Heidi Klum ihr Glück"

Jan Sosniok in "Rosamunde Pilcher: Anwälte küsst man nicht" Foto: ZDF/Jon Ailes

Schauspieler Jan Sosniok hat Erol Sander als "Winnetou" bei den Karl-May-Spielen abgelöst. Wichtige Stationen davor lauteten "GZSZ", "Berlin, Berlin", "Danni Lowinski" etc. Privat stünde jetzt die Hochzeit an. Wann es soweit ist, deutet er im Interview an.

 

Jan Sosniok (46, "Danni Lowinski") war erst Model, dann Schauspieler. Sicherlich nicht hinderlich waren dabei seine auffallend blauen Augen. Welches Kompliment ihm dazu am besten gefällt, hat er der Nachrichtenagentur spot on news verraten. Ein bisschen lüftet er außerdem das Geheimnis um die anstehende Hochzeit mit seiner zehn Jahre jüngeren Langzeitfreundin und Mutter seiner Tochter, Nadine Möllers. Einen bunten Strauß Hochzeiten gibt es - neben einem erstaunlich zahmen Hugo Egon Balder (64, "Tutti Frutti") - auch in Sosnioks TV-Film "Rosamunde Pilcher: Anwälte küsst man nicht" (21.9., 20.15 Uhr, ZDF) zu sehen: spontane Hochzeiten, erneuerte Liebesschwüre, Paare mit großem Altersunterschied...

Sie stammen aus Gummersbach in der Nähe von Köln, leben aber schon lange in Berlin. An welcher Stadt hängt Ihr Herz?

Jan Sosniok: Seit Mai wohne ich sogar im brandenburgischen Speckgürtel von Berlin. Mittlerweile hängt mein Herz an beiden Orten. Das Bergische verbinde ich mit meiner Kindheit und der frühen Jugend. Das Erwachsenwerden und -sein habe ich dann in Berlin erlebt. Hier sind auch meine Kinder geboren, entsprechend ist das für mich eine echte zweite Heimat geworden.

2013 wurde von Ihrem tränenreichen Hochzeitsantrag berichtet. Gab es denn die Hochzeit inzwischen schon?

Sosniok: Der Antrag war fällig, weil wir einfach zusammenbleiben wollen. Insofern ist die Hochzeit sicher nicht mehr fern. Dieses Jahr wird es allerdings nichts mehr damit - die ungeraden Zahlen gefallen mir ohnehin viel besser. Wir haben die Reihenfolge ein bisschen verändert: erst die Tochter, dann das Haus und zum Schluss die Hochzeit.

Wie wichtig ist eine Hochzeit als Ritual?

Sosniok: In jungen Jahren habe ich das eher als notwendiges Übel betrachtet, heute denke ich anders darüber: Für mich ist es jetzt auch ein Bekenntnis zueinander. Das ist wie ein kleiner Edelstein, den man sich in den Ring setzt.

Im Film "Anwälte küsst man nicht" gibt es eine spontane Hochzeit. Wäre das etwas für Sie?

Sosniok: Mit meiner Frau kann ich mir das durchaus vorstellen.

Was halten Sie denn von Paaren mit großem Altersunterschied?

Sosniok: Ich würde es nicht pauschal verurteilen, schon allein weil ich das selbst noch nicht erlebt habe. Meine Frau ist zehn Jahre jünger, wir haben also keinen ungewöhnlichen Altersunterschied. Aber warum sollten solche Paare keine glückliche Beziehung führen können?

Warum wird das bei Männern eher akzeptiert als bei Frauen, aktuelles Beispiel Heidi Klum (41), die viel Hohn und Spott über sich ergehen lassen muss, weil sie mit Vito Schnabel (28) zusammen ist?

Sosniok: Heidi Klum ist eine starke und ruhelose Person, die immer für eine Schlagzeile gut ist. Offensichtlich war sie noch nicht angekommen und wenn sich diese beiden jetzt genau das geben, was sie an ihren bisherigen Partnern vermisst haben, ist das doch vollkommen in Ordnung. Ob dieser jüngere Mann jetzt ewig an ihrer Seite bleiben wird, kann kein Mensch vorhersagen. Ich jedenfalls gönne ihr das Glück. Ansonsten habe ich genug mit meinem eigenen Leben zu tun.

Das Thema Aussehen hat ganz viel mit Ihrem Leben und Ihrem Beruf zu tun. Wie wichtig ist es für Sie?

Sosniok: Ich achte auf meinen Körper und meinen Seelenzustand. Durch das Engagement bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg habe ich mein tägliches Sportprogramm: reiten, vom Pferd runterspringen, durch den Sand laufen, kämpfen, wieder aufs Pferd springen, reiten... Ich muss so viel Kondition und Konzentration haben, dass ich zwei Stunden lang mit der gleichen Energie durchs Programm komme.

Klingt nach viel Disziplin.

Sosniok: Ich vermeide alkoholreiche Abende und schaue auf meine Ernährung. Nichtsdestotrotz ist das Leben zu schön, um immer nur streng zu sich zu sein. Schokolade macht manchmal einfach glücklich.

1992 haben Sie bei einem Modelcontest mitgemacht. Wie ging es dann weiter?

Sosniok: Ich bin da reingerutscht, habe dann eine Zeit lang nebenher gemodelt und auf einmal war es mein Beruf. Und irgendwann hatte ich dann durch meine Agentur ein Casting für "GZSZ" und so kam ich zur Schauspielerei.

Welches war das schönste Kompliment, das Sie jemals für Ihre blauen Augen bekommen haben?

Sosniok: Schlicht und einfach: "Du hast aber schöne blaue Augen!" - Darüber freue ich mich jedes Mal wieder sehr. Einmal hat jemand zu mir gesagt: "Du hast Augen wie Scheinwerfer. Man sieht nur die, wenn man dir ins Gesicht schaut."

 

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