Der Investor schämt sich TSV 1860: Hasan Ismaik bezahlt Wintertrainingslager der Löwen!

Investor des TSV 1860: Hasan Ismaik. Foto: imago/Sven Simon

1860-Investor Hasan Ismaik bezahlt das Wintertrainingslager der Löwen und stellt dafür rund 40.000 Euro bereit. Das teilte der Investor am Samstagnachmittag via Facebook mit. Eine Reaktion des Präsidiums steht noch aus.

 

München - Hasan Ismaik sorgt wieder für Spektakel – und wie! Am Samstagnachmittag teilte der Löwen-Investor mit, dass er für die Kosten des geplanten Wintertrainingslagers der Profis aufkommen und dafür rund 40.000 Euro bereitstellen werde.

"Ich habe heute auf Aljazeera Sport gelesen, dass ein deutscher Traditionsklub seine Fans anbettelt, die für die Kosten eines Trainingslagers aufkommen sollen. Als ich dann den Text genauer studierte, habe ich mir die Augen gerieben: Es ist unser TSV 1860 München gemeint", schreibt der Jordanier in seinem Posting.

Ismaik schämt sich für Spendenaktion

Zum Hintergrund: Der Verein hat seine Fans mit der Aktion "Gemeinsam für Sechzig" um finanzielle Unterstützung für das Trainingslager gebeten. Verschiedene Sponsoren hatten mit ihrer Hilfe bereits den Grundstein für die Finanzierung gelegt, doch das Geld hätte nicht ausgereicht. Deswegen der Hilferuf an die eigenen Fans: "Nun werden weitere Unterstützer, Gönner und Fans gesucht, um dem neuen Cheftrainer Michael Köllner und seinen Löwen ein Trainingslager vor dem Start in die Restsaison zu bieten. Eine Vorbereitung in südlichen Gefilden bietet zweifellos besser Voraussetzungen als im winterlichen München", schreibt 1860 in einer offiziellen Mitteilung.

Die eigenen Anhänger um Geld bitten, um ins Trainingslager zu fahren? Für Ismaik ein Unding! "Ich schäme mich. Wir betteln unsere eigenen Fans an, die 365 Tage im Jahr alles für unseren Verein geben: Hohe Eintrittspreise. Große Treue. Jahrzehntelange Schmerzen. Wie weit wollen wir noch gehen?", so der Investor.

Investor gibt dem Präsidium die Schuld

Den Schuldigen der Finanzierungsmisere hat Ismaik schnell ausgemacht: das Löwen-Präsidium. "Das Präsidium hat nach dem Abstieg getönt, wir nehmen keine Schulden mehr auf. Aber der TSV 1860 hat die Bayerische und mich gebraucht, um jeweils zwei Millionen Euro zu bekommen, damit der Spielbetrieb gesichert ist. Das ist der Beweis, dass das Präsidium den Mitgliedern und Fans gegenüber nicht ehrlich ist."

Auch für die Verwendung der bislang eingegangenen Spenden zeigt Ismaik eine Möglichkeit auf: Mit dem Geld solle seiner Meinung nach die erfolgreiche U17-Mannschaft unterstützt werden, die in dieser Saison um den Aufstieg in die Bundesliga kämpft. "Unser Nachwuchs kann im nächsten Jahr in die Bundesliga aufsteigen und sich damit wieder mit den besten Vereinen des Landes messen. Das ist großartig und sollte entsprechend honoriert werden. Die restliche Summe sollte in die Nachwuchsförderung des TSV 1860 fließen."

Eine Reaktion des Löwen-Präsidiums auf das Ismaik-Geschenk steht noch aus, dürfte aber gewiss nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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