Der Fall Edathy Online-Petition gegen Verfahrenseinstellung

Im Internet findet sich derzeit eine Online-Petition gegen die Verfahrenseinstellung im Fall Edathy Foto: az-screenshot

Das Urteil des Gerichts im Fall des Ex-Abgeordneten Sebastian Edathy, der immer wieder Kinderpornos bezogen haben soll, schlägt große Wellen. Die Mehrheit findet das Urteil nicht angemessen und unfair, und macht ihrem Ärger Luft - mit einer Online-Petition.

 

Ein großes Entsetzen, gefolgt von Trauer und Wut überkam am Montag Nachmittag viele Menschen. Nach einem kurzen Prozess wird das Verfahren gegen Sebastian Edathy gegen eine Zahlung von 5.000€ an den Kinderschutzbund Niedersachsen eingestellt.

Dem Ex-Abgeordneten wird vorgeworfen seit Herbst 2013 kinderpornografische Bilder und Videos aus dem Internet heruntergeladen zu haben.

Sein Rechtsanwalt Christian Noll verlas eine Erklärung vor Gericht, in welcher Edathy seine Schuld einräumt und einsieht einen Fehler gemacht zu haben.

Der Politiker kommt mit der Geldstrafe davon, und gilt weiterhin als nicht vobestraft.

Das stößt auf großes Unverständnis in ganz Deutschland. Auf der Internetseite www.openpetition.de wurde deshalb direkt am Montag eine Online-Petition an den Petitionsausschluss des Bundestages gestartet, die gegen die Einstellung des Verfahrens im Fall Edathy ist.

Bis jetzt haben schon 72.188 Personen diese Petition unterzeichnet. Die Möglichkeit dazu besteht bis zum 01.09.2015. Bis dahin sollen es ganze 120.000 Stimmen werden.

 

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