Der AZ-Autotest Frisch, flott - Opel Adam

Hat ein freundliches Gesicht und insgesamt eine sehr gelungene Form: Mit dem Adam hat Opel eine sympathische Interpretation des Themas Kleinwagen geliefert. Foto: Hersteller

Unterwegs mit dem Hoffnungsträger aus Eisenach, der im AZ-Test zeigen muss, ob er mehr kann als nur gut auszuschauen.

 

München -  Hat hier gerade jemand Frauenauto gesagt? Nein, das ist der Opel Adam nun wirklich nicht. Auch wenn der flotte Rüsselsheimer der Hauptpreis für die „Schöne Münchnerin 2013” der Abendzeitung ist (siehe Seite 16): Dieser pfiffige Kleinwagen macht definitiv auch Männern Spaß. Das ergab jedenfalls der AZ-Test des Hessen-Flitzers.

Spät kam er, lange nach Fiat 500 oder Mini. Aber er kommt gut an. Der kleine Opel schaut so richtig frisch, frech und sympathisch aus, hat eine alltagstaugliche Größe, ist in der Stadt gut aufgehoben, kommt aber auch auf Landstraße und Autobahn ordentlich in Fahrt.

Aber von Anfang an: Der Dreitürer ist 3,69 Meter lang, punktet im Alltagsleben mit einem kleinen Wendekreis. Die Lenkung ist relativ soft, auf Wunsch gibt’s auch einen Einpark-Assistenten.
Die optionalen Komfort-Sitze im Testwagen sind auch längerfristig nett zum Rücken, allerdings sind sie beim Vor- und Zurückklappen etwas störrisch.

Der Kofferraum fasst ab 170 Liter, die zwei Bierkästen, die reinpassen, müssen über eine recht hohe Kante gelupft werden. Und natürlich sind große Menschen auf den Fondplätzen nicht wirklich gut aufgehoben.

Was sofort auffällt, ist die ungemein positive Ausstrahlung des Adam. Er macht gute Laune, von außen wie von innen. Individualisierung ist eine seiner Stärken: So gut wie alle sichtbaren Teile können beim Online-Bestellvorgang ganz exakt dem persönlichen Geschmack angepasst werden. Bis hin zum LED-Sternenhimmel oder dem Schlüssel-Design.

Der Adam ist der einzige Kleinwagen, der komplett in Deutschland gebaut wird – in Eisenach. Und er punktet mit der derzeit besten Multimedia- und Internet-Vernetzung aller Kleinen: Das IntelliLink genannte System holt beeindruckend simpel alle Funktionen von iPhone oder Smartphone direkt ins Auto.

Im AZ-Testwagen werkelte der 87 PS starke 1,4-Liter-Benziner. Der ist ganz schön munter, ermöglicht gerade in der Stadt ein sehr flottes Vorwärtskommen und bringt den Adam auf der Autobahn flugs auf Tacho 180.

Allerdings muss man diese rasante Art der Fortbewegung an der Tankstelle mit gut sieben Litern pro 100 Kilometern bezahlen. Im Schnitt kam der Kleine im AZ-Test auf 6,4 Liter.

Zu Preisen ab 11 500 Euro (1,2 Liter, 70 PS) soll der Adam den Kleinwagen-Markt ordentlich aufmischen. Die getestete 87 PS-Version ist für 14 250 Euro ab der zweiten Ausstattungsstufe „Jam” (etwa mit Klimaanlage, Tempomat, Bordcomputer, Lederlenkrad, CD-Radio mit Freisprecheinrichtung und Alu-Felgen) zu haben, mit dem perfekt funktionierenden Start-Stopp-System schlägt sie mit mindestens 14 605 Euro zu Buche.

 

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