Debatte um Feuerwerk an Silvester Kracher-Ergebnis! So stehen die AZ-Leser zum Böllern

Die AZ-Leser haben in der Debatte Feuerwerkskörper an Silvester Position bezogen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Feuerwerk ja oder nein? Diese Frage polarisiert in München – und das schon seit Wochen! Die AZ hat ihre Leser dazu befragt. Mit einem eindeutigen Ergebnis.

 

München - Kurz vor Silvester und mit Start des Feuerwerk-Verkaufs wird die Böller-Debatte wieder aktuell: Viele Münchner stehen nun vor der Frage, ob sie sich heuer Kracher kaufen sollen oder nicht. Die AZ hat ihre Leser gefragt, ob sie an Silvester ein privates Feuerwerk machen oder nicht. 1.033 Leute haben bei der Umfrage mitgemacht. Die Mehrheit der User hat mit "Nein" (62,45 Prozent, Stand 28.12., 14 Uhr) abgestimmt.

Gerade einmal 37,55 Prozent der Leser wollen in der Silvesternacht also schon ein paar Kracher in die Luft gehen lassen. Bei der AZ-Abstimmung auf Facebook vertraten sogar ganze 79 Prozent der User die Meinung ein privates Feuerwerk an Silvester sei nicht nötig. 

Die Frage nach einem Böller-Verbot wird in der Stadt schon seit Monaten heiß diskutiert – zahlreiche Gründe sprechen dafür, wie zum Beispiel Müllvermeidung, die Feinstaubbelastung oder das hohe Verletzungsrisiko. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) teilte mit, ein solches Verbot sei nicht möglich. Daher sei auch ein zentrales Feuerwerk von Seiten der Stadt nicht sinnvoll, weil die Umwelt im Zweifel noch mehr belastet wird als ohnehin schon.

Vorbilder aus Bayern

Andere bayerische Städte gehen zum Jahreswechsel 2018/2019 mit gutem Beispiel voran: In Landshut gibt es erstmals um Mitternacht eine Laser-Show statt Krachern. In der Innenstadt wurde Feuerwerk verboten. In Ramsau hatte ein Hotelier einen Böllerverzicht initiiert und alle Vereine des Dorfes schlossen sich an. Die Feinstaubbelastung passe nicht zu einem Luftkurort, so die Begründung.

Die Deutsche Umwelthilfe hat pünktlich zu Silvester Zahlen vorgelegt: Innerhalb von wenigen Stunden würden 5.000 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerkskörper freigesetzt – das entspricht etwa 17 Prozent der jährlichen Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr.

In München liegt es an den Bürgern selbst das Jahr 2019 mit sauberer Luft zu beginnen. Wer sich an den Dunst am Neujahrstag 2017 erinnert, für den steht die Entscheidung wahrscheinlich schon fest.

Werden Sie heuer auf Böller verzichten? Machen Sie mit bei unserer Abstimmung

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