Debatte in der Maxvorstadt Warum dürfen hier keine Vereine rein?

Das Gesundheitshaus in der Dachauer Straße. Foto: Google Maps

Die FDP kritisiert, dass ein großer Saal im Gesundheitshaus in der Dachauer Straße nicht ausreichend genutzt wird. Die Stadt antwortet. Die FDP legt nach.

 

Maxvorstadt - Warum dürfen Vereine, die oft dringend nach Räumen suchen, nicht den großen Saal im Gesundheitshaus in der Dachauer Straße nutzen? Diese Frage treibt FDP-Stadtrat um. Er stellte eine Anfrage - und erhielt jetzt Antwort vom Gesundheitsreferenten.

Joachim Lorenz teilt mit, dass das Gebäude stark sanierungsbedürftig sei und bald abgerissen werde. Ein Öffnung für Vereine sei vor allem aufgrund der besonderen Klientel des Hauses "aus Datenschutzgründen" nicht möglich. Zudem sei die technische Betreuung des Saals nicht gewährleistet.

Sollte der Raum "über die Kernarbeitszeiten" hinaus genutzt werden, bedeutete dies einen erheblichen "logistischen und verwaltungstechnischen Aufwand".

Michael Mattar, der in der Maxvorstadt lebt, gibt sich mit der Antwort nicht zufrieden: Das seien die "üblichen bürokratischen Erwägungen".

"Dann fehlt es einerseits am Hausmeister oder im Haus gibt es sensible Daten, die man komischerweise nicht sichern kann, so dass nur Befugte Zutritt haben", kritisiert er in einer Stellungnahme.

Und weiter: "Lieber baut die Stadt teure Nachbarschaftstreffs und Versammlungsräume zusätzlich, bevor man das nutzt, was vorhanden ist." Das sei eine Verschwendung von Steuergeldern.

Mattar: "Nicht nur Wohnungen werden seitens der Stadt durch Leerstand zweckentfremdet, auch andere Gebäude stehen überwiegend leer. Die Bürokratie hat Vorrang."

 

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