"Das war ein Tiefschlag" FC Bayern: Nach Abschied - Rafinha tritt gegen Niko Kovac nach

Rafinha (r.) und Niko Kovac hatten vor allem in der Schlussphase der Saison kein gutes Verhältnis. Foto: imago images / Lackovic

Im Gegensatz zu Arjen Robben und Franck Ribéry ist Rafinha der große Abschied vom FC Bayern verwehrt geblieben. Nun äußert sich der Brasilianer zu seinem Ende in München – und rechnet mit Trainer Niko Kovac ab.

 

München - Acht Jahre lang lief Rafinha für den FC Bayern auf, feierte während seiner Zeit in München unter anderem sieben Mal die deutsche Meisterschaft und einmal den Titel in der Champions League. Ein angemessener Abschied aus München blieb dem Brasilianer allerdings verwehrt.

Nun äußert sich der 33-Jährige erstmals ausführlich zu seinem unglücklichen Abgang beim FC Bayern – und macht Trainer Niko Kovac im Interview mit der "Sport Bild" Vorwürfe. Vor allem die Tatsache, dass ihn der Bayern-Coach beim letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (5:1) 90 Minuten auf der Bank sitzen ließ, traf Rafinha schwer. "Das war ein Tiefschlag, der negative Höhepunkt. Ich war so enttäuscht. Der Trainer wusste, dass es mein letztes Spiel ist", erzählt Rafinha: "Kovac wusste, was mir dieser Einsatz bedeutet hätte. Ich war sehr, sehr traurig. Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel weggenommen."

Nach Frankfurt-Spiel: Rafinha war "total traurig"

Im Anschluss sei er "fertig, total traurig" gewesen. "Mein Abschied wurde mir verwehrt, obwohl ich topfit war. Ich hätte so gerne nochmal vor unseren Fans gespielt. Er hätte mir mit geschlossenen Augen vertrauen können, aber das hat er nicht", erzählt der Brasilianer weiter. Kovac brachte nach 38 Minuten Renato Sanches für den verletzten Leon Goretzka im defensiven Mittelfeld.

Auch beim Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:0) saß Rafinha, der zu Flamengo nach Brasilien wechselte, die kompletten 90 Minuten auf der Bank.

Generell sei das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer in der abgelaufenen Saison nicht allzu gut gewesen, berichtet der 33-Jährige: "Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte, vielleicht, weil er nur wenigen Spielern vertraut hat, zu selten den Kontakt zu anderen gesucht hat." Für die Zukunft wünsche er Kovac jedoch alles Gute und hofft, dass "er lernt und Dinge verbessert. Dieses Jahr hat es nicht gut funktioniert."

 

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