Das passiert wirklich in den Schlafzimmern Masturbation und Sex: So oft geht's in Deutschland zur Sache

Die schönste Nebensache der Welt: Die meisten Deutschen haben mehrmals im Monat Sex. Foto: Foto/Grafiken: Amorelie

Eine Studie mit über 1000 Befragten zeigt, was in unseren Schlafzimmern wirklich passiert. Und wie oft. Sind die Deutschen zufrieden mit ihrem Sexleben und wie machen sie es besonders gern?

 

Let’s talk about Sex, Baby, let’s talk about you and me... Sex ist die schönste Nebensache der Welt und längst kein Tabu-Thema mehr – genauso wenig wie Sex-Spielzeuge. Eine ganze Industrie konzentriert sich auf den Verkauf von Buntem, Plüschigem, Versautem und Frivolem für mehr Spaß im Bett.

Sie interessiert sich deswegen besonders für die Vorlieben potenzieller Kunden. Nun hat Amorelie, ein Online-Sex-Shop, mit dem Institut SSI 1038 Deutsche zwischen 18 und 60 Jahren zu ihrem Liebesleben befragt.

Das sind die Ergebnisse:

Wer hat am meisten Sex? Liegt es an der Leichtigkeit der Hauptstadt, an den vielen Gelegenheiten oder der lässigen Art der Berliner? Sie haben am häufigsten Sex, zeigt der Report. Am wenigsten hingegen die Brandenburger. Vielleicht öfter mal in die Stadt fahren...? Jeder vierte Deutsche hat übrigens nur einmal im Monat oder seltener Sex. 34 Prozent, die meisten, gaben an mehrmals im Monat Sex zu haben.

Wie zufrieden sind wir? Am Anfang ist alles aufregend, es kribbelt im Bauch und das Herz klopft wie verrückt. Doch oft schleicht sich Routine ein – dabei wäre ein erfülltes Sexleben so wichtig: 72 Prozent der Befragten geben an, dass es ihr Wohlbefinden allgemein positiv beeinflussen würde. Jeder zehnte Deutsche ist aber mit dem eigenen Status quo in Sachen Liebe und Sexualität unzufrieden.


Selbstbefriedigung ist für die meisten Männer eine willkommene Abwechslung im Sexleben – für 26 Prozent sogar mehrmals wöchentlich.

Wie oft sprechen Paare über Sex? 51 Prozent sagen, Sex sei „hin und wieder“ Thema im Gespräch mit dem Partner. 24 Prozent reden nur selten über ihr Liebesleben. Viele scheinen Sex im Alltag ganz zu vergessen: Nur 13 Prozent der Deutschen setzen sich der Studie zufolge regelmäßig mit den eigenen sexuellen Wünschen und Bedürfnissen auseinander,

Haben Frauen weniger Lust? Offenbar. 36 Prozent der weiblichen Befragten sagten, sie haben sich schon einmal mit ihrer sexuellen Unlust auseinandergesetzt, bei den Männern waren es 30. Für 58 Prozent der Männer war sexuelle Unlust noch nie ein Thema – und für die Hälfte der Frauen.

Welche geheimen Fantasien haben Frauen und Männer? Gleichstand: Die meisten gaben an, von Oralsex zu träumen. Frauen sehnen sich aber auch nach Rollenspielen oder danach Pornos zu sehen. Auf Platz zwei bei den Männer-Fantasien landet Analverkehr.

Wie lieben die Deutschen? Die Missionarsstellung ist nach wie vor die liebste der deutschen Männer. Frauen mögen’s lieber von der Seite oder im Doggy Style. Über ein Drittel der Männer traut sich nicht, sexuelle Wünsche mitzuteilen – aber nur 21 Prozent der Frauen. Also, let’s talk about Sex, Baby!


Zu dick, zu klein, zu groß? – Nur 14 Prozent der deutschen Frauen fühlen sich in ihrem Körper sehr wohl, zeigt der Sex-Report.


Bei Sex-Frust miteinander übereinander reden

Am Anfang der Beziehung konnte es einfach nicht oft genug sein.

Doch mit den Jahren lässt die Lust auf Sex nach. Das ist normal. Doch ist das nur bei einem der beiden Partner der Fall, kann das zu einem schweren Konflikt führen.

Ungesunder Stress im Beruf kann den sexuellen Appetit vermasseln. Auch Schlafmangel, Erkrankungen der Leber oder der Schilddrüse oder altersbedingte hormonelle Veränderungen tragen dazu bei, dass der eine Partner abweisend reagiert, wenn der andere ihm im Bett Avancen macht.

In einem ruhigen Moment freundlich und möglichst humorvoll nachzu- fragen, das kann ein erster klärender Schritt sein, sagt Psychologie-Professorin Kirsten von Sydow.

Viele Paare unterhalten sich zwar – über die Nachbarn, über die Altersvorsorge oder über die Lage im Nahen Osten. Es kommt aber darauf an, miteinander übereinander zu sprechen, sagt Sexualpsychologe Christoph Joseph Ahlers: „Die sexuellen Wünsche und Bedürfnisse, aber auch Ängste und Befürchtungen des anderen und die eigenen Belange kommen in aller Regel nicht zur Sprache.“ Ahlers hält nichts davon, das Liebesleben durch einen Besuch im Swinger-Club anzufeuern oder es mit ständig wechselnder Reizwäsche zu versuchen. „Das ist der Versuch, im Außen zu kompensieren, was im Inneren fehlt“, sagt der Sexualpsychologe.

Stattdessen sollte ein Paar eine Bestandsaufnahme machen und sich fragen, was es in sexueller Hinsicht mit- und voneinander will.

 

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