Das gab's noch nie! Wiesn-Besucher sollen ihr Bier jetzt bargeldlos zahlen

, aktualisiert am 27.07.2017 - 14:37 Uhr
Künftig sollen Wiesn-Besucher ihr Bier per Handy-App zahlen. Foto: dpa/Stadtsparkasse

Das gab's noch nie: Zum ersten Mal in der Geschichte der Wiesn sollen Besucher ihr Bier bargeldlos zahlen können - per Handy-App. Ob's klappt, ist allerdings noch fraglich.

München - Gut sieben Wochen vor dem Start des Oktoberfests stellt Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) sensationelle Neuheiten vor. Nicht nur ein paar neue Fahrgeschäfte und zwei neue Wiesn-Zelte wird es geben - sondern wohl auch die Möglichkeit zur bargeldlosen Bezahlung.

Und das geht so: Alles, was die Nutzer dazu brauchen, ist eine bestimmte App namens "Blue Code" auf dem Smartphone und ein Girokonto bei einer deutschen oder österreichischen Bank. Wenn der Wiesn-Gast dann bezahlen will, braucht er nur einen jeweils einmalig nutzbaren Barcode auf dem Handy zeigen - und schon wird der Betrag direkt vom Girokonto des Nutzers abgebucht.

So weit jedenfalls der Wunschtraum. Denn ob überhaupt irgendwelche Zelt- und Fahrgeschäftbetreiber mitmachen, wollten die Wiesn-Bosse am Donnerstag noch nicht verraten. Sicher ist bislang nur: Nutzer dieses Angebots müssen mindestens 18 Jahre alt und EU-Bürger sein.

Freunde-Finder-App

Eine weitere Neuerung zum 184. Oktoberfest ist die Möglichkeit, seine Freunde auf der gesamten Wiesn ausfindig zu machen: Wer dies nutzen will, muss sich zunächst dafür anmelden. Voraussetzung dafür ist die Installation der offiziellen Oktoberfest-App der Stadt München. Dann können sich Nutzer bei Facebook einloggen und ihre Freundeslisten freigeben. Alle Facebook-Freunde, die sich ebenfalls angemeldet haben, können nun gegenseitig ihren Standort bestimmen und so herausfinden, in welchem Zelt oder wo genau auf dem Gelände sie unterwegs sind. 

Die Oktoberfest-App bietet aber noch weitere Möglichkeiten: zum Beispeil den Festzelt-Füllstands-Melder. Dieser zeigt aktuell, in welchen Zelten noch Plätze frei sind und wo eine Überfüllung droht. Außerdem ist ein Geländeplan mit mehr als 700 Örtlichkeiten zu sehen, vom Klo bis zum Herzerlstand.

Unter dem Punkt Termine werden alle wichtigen Ereignisse rechtzeitig bekanntgegeben, und wer immer auf dem neuesten Stand sein will, braucht bloß unter dem Punkt Neuigkeuten nachschauen. Im Tipp-Bereich gibt's zudem Infos für Einheimische sowie für auswärtige Besucher - auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Zwei neue Zelte

In diesem Jahr gibt es zwei neue Zelte auf der Wiesn. Die Ochsenbraterei bekommt nach 27 Jahren ein neues Dach über den Kopf (AZ berichtete). Und auf der Oiden Wiesn ist in diesem Jahr erstmals ein Volkssängerzelt zu finden. Es trägt den Namen Schönheitskönigin und wird von den Wirtsleuten Gerdi und Peter Reichert beschickt. Sie waren bereits 2011 auf der Wiesn, damals betrieben sie das Theaterzelt - unter gleichem Namen. 

Neue Fahrgeschäfte

Auch ein paar neue Fahrgeschäfte gibt's zum diesjährigen Oktoberfest. Darunter beispielsweise den Drifting Coaster, eine Achterbahn, die Slalom und Buckelpisten fährt - und das mit einem Tempo von bis zu 60 Stundenkilometern. Mit dem Jules Verne Tower fahren Riesenkettenflieger-Liebhaber 70 Meter in die Höhe. Und mit dem XXL-Racer können sich mutige Wiesn-Besucher 120 Stundenkilometer schnell durch die Luft wirbeln lassen.

Wer's gern historisch mag, für den ist der Photopalast anno 1900 das Richtige: Dort können sich Besucher in historischen Kostümen fotografieren lassen - und die Bilder ausgedruckt mit heim nehmen.

Noch mehr Sicherheitsvorkehrungen in diesem Jahr

Auch die Sicherheit ist wieder ein großes Thema, wie schon im Vorjahr. Erneut wird das Festgelände rundum umzäunt, es gibt Zugangskontrollen und ein Verbot großer Taschen. Eine neue Lautsprecheranlage für Warndurchsagen und eine optimierte Videoüberwachung mit besseren Kameras sollen die Wiesn noch sicherer machen. Zudem wird der Lieferverkehr auf dem Oktoberfest noch strikter kontrolliert.

Das Oktoberfest beginnt am 16. September und dauert diesmal bis zum 3. Oktober.

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