"Da hat er sich dumm angestellt" FC Bayern siegt im DFB Pokal: Elfmeter-Zoff zwischen Florian Kohfeldt und Niko Kovac

Schon während des Halbfinals im DFB Pokal gerieten Florian Kohfeldt (l.) und Niko Kovac mehrmals in Diskussionen - auf der Pressekonferenz nach der Partie ging es dann weiter. Foto: imago/Jan Huebner

Der umstrittene Elfmeter für den FC Bayern gegen Werder Bremen im Halbfinale des DFB Pokals sorgte nach Schlusspfiff für hitzige Diskussionen - auch die beiden Trainer Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten unterschiedliche Ansichten.

 

Bremen/München - Elfmeter oder nicht? Angesichts der hitzigen Diskussionen über den umstrittenen Elfmeter für den FC Bayern rückte der 3:2 (1:0)-Sieg des Rekordmeisters im Halbfinal-Kracher des DFB-Pokals bei Werder Bremen erst einmal in den Hintergrund. Schon auf dem Platz ging es äußerst hitzig zu, die Trainer taten es ihren Spielern auf der Pressekonferenz nach der Partie gleich.

Florian Kohfeldt: Elfmeterentscheidung war "brutal"

"Ich glaube, dass der Schiedsrichter in mindestens neun von zehn Fällen diesen Elfmeter auf gar keinen Fall pfeift", sagte Bremens Trainer Florian Kohfeldt und bezeichnete die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert als "brutal": "Wenn er sich das angeguckt hätte, hätte er, glaube ich, nicht gepfiffen."

Bayern-Trainer Niko Kovac war da anderer Meinung. Zwar gab der Kroate zu, dass Schiedsrichter Daniel Siebert "eine harte Entscheidung" getroffen habe, eine klare Fehlentscheidung sei es für ihn aber nicht gewesen. "Ich sage nicht, dass es ein hundertprozentiger Elfmeter war. Den muss er nicht pfeifen. Aber er hat den Ellenbogen ausgefahren. Wenn King (Kingsley Coman, d.Red.) vorbei ist und er (Bremen-Verteidiger Gebre Selassie, d.Red.) ihm noch einen Rempler mitgibt, dann ist es ok", führte Kovac aus und kam zu dem Fazit: "Da hat er sich ein bisschen dumm angestellt."

Trotz Niederlage: Florian Kohfeldt gibt sich sportsmännisch

Worte, die sein Bremer Trainerkollege Kohfeldt zähneknirschend zur Kenntnis nahm. "Es gibt Tage, an denen zwei Trainer, die sich sehr mögen und schätzen, einfach nicht einer Meinung sind", konstatierte der 36-Jährige. Schon während der Partie kam es immer wieder zu Wortgefechten zwischen den beiden Übungsleitern.

Trotz der bitteren Niederlage gab sich Kohfeldt im Anschluss sportsmännisch. "Bayern, Niko und die Mannschaft haben sich das verdient. Ich will das hier nicht auf irgendeinen Bayern-Bonus reduzieren, das wird auch uns selbst nicht gerecht", erklärte er.

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