CSU-Tagung Müller kritisiert „Schlafmützen“-Attacken der CSU-Spitze

Andechs

 

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, fordert von seiner Parteispitze mehr Sachlichkeit in der Diskussion über wichtige Themen wie dem Atomausstieg. Müller kritisierte am Samstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd, in den vergangenen Wochen seien Wortmeldungen, die in der Energiepolitik nicht genau auf der Linie von CSU-Chef Horst Seehofer waren, „abqualifiziert“ worden. Dies halte er für „nicht besonders glücklich“.

Auf die Frage, ob er mit seiner Kritik auch Seehofer persönlich meine, antwortete Müller: „Es gab eine ganze Reihe von Leuten, die alle, die eine differenzierte Auffassung vertreten haben, als Schlafmützen oder Zauderer bezeichnet haben.“ Der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern fügte hinzu: „Ich würde mir wünschen, dass wir da in der Partei zu einem anderen Umgang finden bei der inhaltlichen Auseinandersetzung.“ Müller stellte sich zugleich hinter das neue Energiekonzept der CSU, das einen Atomausstieg bis spätestens 2022 vorsieht. Er denke, „mit dem Ergebnis können jetzt alle leben“. Für die Berliner CSU-Landesgruppe sei unter anderem wichtig gewesen, dass die Fortschritte beim Umstieg auf die erneuerbaren Energien regelmäßig überprüft werden. dapd/jsc/vf/

 

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