Confederations Cup in Russland Ex-Weltmeister Lucio und Cafú ohne Verständnis für DFB-Stars

Der brasilianische Fußballspieler Lucio (l) und der ehemalige brasilianische Fußballspieler Cafu Foto: Sebastian Gollnow/dpa

FIFA-Legenden kritisieren die deutschen Nationalspieler: Brasiliens Ex-Champions Lucio und Cafú können nicht verstehen, warum manche DFB-Kicker nicht am Confed Cup teilnehmen wollen.

 

Brasiliens Ex-Champions Lucio und Cafú haben kein Verständnis für den extra langen Sommerurlaub der deutschen Fußball-Weltmeister. "Ich hätte gespielt. Die Ferien kommen danach", sagte Cafú der Deutschen Presse-Agentur über den Verzicht von Mesut Özil und zahlreicher anderer DFB-Stars auf die Teilnahme am Confederations Cup in Russland. "Ich hätte immer gespielt. So eine Trophäe ist immer von Bedeutung", sagte der frühere Bayern-Profi Lucio, der wie sein Landsmann mittlerweile zum sogenannten Kreis der FIFA-Legenden beim Fußball-Weltverband FIFA gehört.

Gleichzeitig kann Cafú die Personalpolitik von Bundestrainer Joachim Löw auch nachvollziehen. "Der Confederations Cup ist ideal, um neue, junge Spieler zu testen. Welche Qualifikation haben sie, wie kommen sie mit dem Druck zurecht und reicht die Physis?", sagte der Weltmeister von 1994 und 2002. Löw nominierte überwiegend junge und unerfahrene Akteure für den WM-Testlauf vom 17. Juni bis 2. Juli.

"Gerade die jungen deutschen Spieler wecken große Neugier. Und das ist eine gute Sache", sagte Cafú, der den Confederations Cup mit Brasilien 1997 gewinnen konnte. "Deutschland kann immer gewinnen. Für Chile, Portugal und Russland, das zuhause spielt, sehe ich gute Chancen", sagte Lucio, der 2005 und 2009 den Confed Cup holte.

 

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