Champions-League-Halbfinale Bayern-Gegner Real Madrid: Hoffen auf Ronaldo

Der FC Bayern ist klarer Favorit im Duell gegen Real Madrid. Die Königlichen konnten im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund im Rückspiel nicht überzeugen, jetzt droht auch noch Superstar   Cristiano Ronaldo  auszufallen.

 

München – "La bestia negra", der Angstgegner schlechthin, das ist Bayern München für den spanischen Rekordmeister Real Madrid. Dass es um die Gesundheit des Weltfußballers Cristiano Ronaldo vor dem elften Duell der europäischen Dauerrivalen seit 1976 nicht zum Besten steht, verstärkt das Zittern bei den Königlichen noch.

Ronaldo, der mit 14 Treffern in der laufenden Saison den Champions-League-Rekord einstellte, laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Was Real an einem schlechten Tag ohne Ronaldo wert sein kann, bekamen die "Hinchas" (Fans) im Viertelfinal-Rückspiel bei Borussia Dortmund schmerzlich zu spüren. Der Portugiese (29) sah wild gestikulierend dabei zu, wie seine Kollegen beim 0:2 das sicher geglaubte Weiterkommen fast noch verspielten. In dieser Form ist Real von der "Décima", dem erhofften zehnten Triumph in der Königsklasse, weit entfernt.

"Real war überraschend schwach, das muss man ganz klar sagen", meinte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. Laut Klub-Legende Emilio Butragueño gehört die Sache mit der "schwarzen Bestie" dennoch der Vergangenheit an. "Das war vielleicht vor 15 Jahren so. Die letzten Spiele waren sehr ausgeglichen, da ging es um Nuancen. So wird es auch diesmal sein", sagte der Direktor für Internationale Beziehungen.

Allerdings: Trainer Carlo Ancelotti (54), der die Champions League mit dem AC Mailand je zwei mal als Spieler und Coach gewann, haftet der Makel an, dass er in seinem ersten Jahr in Madrid keines der großen Duelle gegen die Liga-Rivalen FC Barcelona und Atlético Madrid gewann – allerdings ist er als Trainer in sechs Spielen gegen die Bayern ungeschlagen. In der Primera Division ist Real Dritter hinter Barcelona und Atlético, am Mittwoch steht das Pokal-Finale gegen Barça an.

Dieses Endspiel wie auch die Duelle mit den Bayern verpassen wird Sami Khedira: Der nach dem Wechsel von Mesut Özil zum FC Arsenal letzte verbliebene deutsche Nationalspieler bei den "Weißen" kämpft nach einem Kreuzbandriss um seine Rückkehr. Doch auch ohne Khedira und möglicherweise Ronaldo hat Real viel zu bieten, vor allem offensiv.

Etwa Gareth Bale, 91 Millionen Euro teurer Zugang von Tottenham Hotspur. Was der und Sturm-Kollege Karim Benzema drauf haben, musste Schalke 04 im Achtelfinale (1:6/1:3) schmerzlich erfahren.

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