Champions League "Exzellenter Fußball": Mit breiter Brust gegen Neapel

Selbstbewusst ins Champions League-Heimspiel: Vor zwei Wochen gab es beim SSC Neapel ein 1:1, mit einem Heimsieg gegen die Süditaliener will der FC Bayern München den Sprung in die nächste Runde so gut wie perfekt machen. Die unglaubliche Heimbilanz macht Mut, doch Toni Kroos warnt vor der „Hausnummer“ Neapel. Foto: Kersin Joensson, AP

Vor zwei Wochen gab es beim SSC Neapel ein 1:1, mit einem Heimsieg gegen die Süditaliener will der FC Bayern München den Sprung in die nächste Runde so gut wie perfekt machen. Die unglaubliche Heimbilanz macht Mut, doch Toni Kroos warnt vor der „Hausnummer“ Neapel.

 

München -  Acht Siege, 33:0-Tore – berauscht von seiner unglaublichen Heimstärke geht der FC Bayern München mit breiter Brust in die vorentscheidende Königsklassen-Partie gegen den SSC Neapel. „Wenn wir dieses und das nächste Heimspiel gegen Villarreal gewinnen, sind wir Gruppenerster. Das muss das Ziel sein“, forderte Präsident Uli Hoeneß vor dem Heimspiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Mittwoch in der Champions League gegen die Süditaliener. Zwei Wochen nach dem 1:1 im Hinspiel am Vesuv erhoffen die Bayern-Fans in der heimischen Arena die nächste Gala.

Am besten wie zuletzt in der Bundesliga, wo die nationale Konkurrenz bei ihren Gastspielen nicht mehr als ein Spielball für die torhungrigen Bayern war. 5:0 gegen den HSV, 7:0 gegen Freiburg, 3:0 gegen Vizemeister Leverkusen – Trainer Jupp Heynckes gerät angesichts der Heimauftritte seiner Profis regelrecht ins Schwärmen. „Die Mannschaft zeigt exzellenten Fußball, wir haben eine sehr gute Raumaufteilung, sind sehr ball- und passsicher“, lobte er am Samstag nach dem 4:0 im ungleichen Derby gegen den 1. FC Nürnberg. Dass nicht immer alles so perfekt klappt wie gegen die fränkische Bubi-Truppe, wissen aber auch die Münchner. „Wenn wir mal Pech haben oder unsere Klasse nicht abrufen, kann es ganz schnell in die andere Richtung gehen“, weiß Mario Gomez.

Der Mann muss es wissen: Beim Hinspiel in Neapel hatte der sonst so treffsichere Nationalstürmer als Höhepunkt vieler vergebener Bayern-Chancen einen Handelfmeter verschossen. Dazu noch ein Eigentor von Holger Badstuber – nichts wurde es mit dem erhofften dritten Sieg im dritten Auftritt in der Königsklasse. Auch am Mittwoch dürfte Neapel alles andere als ein Selbstläufer werden. „Neapel ist eine richtige Hausnummer. Sie sind unangenehm zu bespielen, sehr lauf- und kampfstark“, warnte Toni Kroos am Montag auf der Bayern-Homepage. „Und sie spielen ein System, das wir in der Bundesliga so nicht vorfinden. Es ist eine Umstellung.“

Von so viel Lob wollten die Italiener vor dem Auftritt in München lieber nichts wissen. „Bayern ist eine sehr starke Mannschaft, während wir gerade nicht in Top-Form sind“, schrieb Club-Präsident Aurelio De Laurentiis seinem Team die deutliche Außenseiter-Rolle zu. Und tatsächlich sind die Heim-Bayern nach den bisherigen Auftritten in der Bundesliga, Champions League und im Pokal auch am Mittwoch die Favoriten. Zu sicher und zielgerichtet funktioniert das Spiel des Rekordmeisters seit der 0:1-Pleite gegen Gladbach Anfang August – angeführt von Antreiber Bastian Schweinsteiger: „Er ist Leader der Mannschaft, eine Führungsperson auf und außerhalb des Platzes“, lobt Heynckes seinen Dreh- und Angelpunkt. Zwar wurde der 27-Jährige nach einem schmerzhaften Tritt in die Wade gegen Nürnberg ausgewechselt, am Tag danach war Heynckes aber optimistisch für die Partie in der Königsklasse. „Es ist schon wesentlich besser.“ Und Schweinsteiger will unbedingt auflaufen: „Wir können eine Vorentscheidung schaffen, dafür werden wir alles tun.“

 

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