Champions League Rummenigge: "Hochkonzentriert" ins K.o-System

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa

Karl-Heinz Rummenigge findet Gefallen am Finalturnier-Format der Champions League. Man müsse das Ganze "unaufgeregt" angehen, so der Vorstandsboss des FC Bayern.

 

München - In Zeiten von Corona ist kaum etwas so, wie es einmal war - auch in der Königsklasse des europäischen Fußballs ändert sich so einiges. Karl-Heinz Rummenigge gewinnt dem Finalturnier-Format des Wettbewerbs jedoch viel Positives ab.

"Es wird für die Zuschauer wahrscheinlich die spannendste Champions League aller Zeiten", sagte der Vorstandschef des FC Bayern im "Sky"-Interview. "Du hast in diesen Spielen die Möglichkeit, alles zu gewinnen. Oder leider zu verlieren."

Die Duelle im Viertel- und Halbfinale werden in diesem Jahr nur in jeweils einer K.o.-Partie entschieden. Im bisherigen Format mit Hin- und Rückspiel sei allerdings die Chance größer gewesen, "dass die bessere Mannschaft sich durchsetzt", sagte Rummenigge.

Champions League: Rummenigge denkt "step by step"

Das Finalturnier ab dem Viertelfinale, das aufgrund der Unterbrechung durch die Coronavirus-Pandemie im August (12. bis 23.) gespielt wird, findet in Lissabon statt. Der FC Bayern muss zunächst noch im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea am 8. August den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel verteidigen.

"Ich glaube, wir tun gut daran, 'step by step' zu denken", sagte Rummenigge. Das habe der Klub auch beim Triple-Gewinn 2013 getan. "Man muss unaufgeregt in die Champions League gehen, hochkonzentriert, erst recht beim K.o.-System. Aber man darf die Früchte nicht gleich schon da ganz oben hinhängen, sondern von Spiel zu Spiel denken und sich dann konzentrieren."

In Lissabon sei "absolute" Topform gefordert. "Unsere Mannschaft hat in der Bundesliga oder auch im DFB-Pokal bewiesen, dass Sie in diesen Corona-Zeiten dazu in der Lage ist", sagte Rummenigge mit Blick auf das Double in Deutschland.

Rummenigge: Infantino 'eigentlich' geeigneter FIFA-Präsident

In einem Interview mit "BR24 Sport" erklärte Rummenigge zudem, dass er Gianni Infantino auch nach der Eröffnung des Strafverfahrens in der Schweiz "eigentlich" für einen guten FIFA-Präsidenten halte.

"Ich kenne ihn sehr lange", sagte Rummenigge. Der Schweizer sei "eigentlich ein Freund des Fußballs und dem Fußball auch sehr positiv zugetan. Und ich hoffe, dass er die Dinge geregelt kriegt, weil eigentlich wäre er der richtige Mann, um die FIFA dann hoffentlich auch wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen."

Die Schweizer Staatsanwaltschaft wirft Infantino wegen geheimer Treffen mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung vor.

Das Strafverfahren wurde am Donnerstag eröffnet, angeklagt wird auch ein bei den Treffen ebenfalls anwesender Oberstaatsanwalt. Eine Anklage gegen Lauber soll folgen. Infantino und die FIFA weisen die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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