Champagner und sexy Mädchen Der Mythos lebt: Promis feiern Geburtstagsparty im P1

, aktualisiert am 27.03.2018 - 10:20 Uhr
Parties, Promis und Skandale - die Kultdisco P1 feierte mit zahlreichen VIPs aus der Münchner Schickeria. Die Bilder der Party hier zum Durchklicken. Foto: Michael Tinnefeld/People Image

Seit 34 Jahren wird im P1 bereits gefeiert – bei der Geburtstagsfeier plaudern die Gäste über goldene Zeiten und das Feiern von morgen.

München - Gerade mal 29 Jahre ist er alt. Mit seinen blonden Haaren, den stahlblauen Augen und seiner offenen Art strahlt er pure Sympathie aus. Und seine bodenständige Art lässt einen immer wieder vergessen, dass er der Chef eines der weltweit bekanntesten In-Clubs ist: Sebastian Goller. Sein Vater Franz Rauch hat zusammen mit Michael Käfer (letztes Jahr ausgestiegen) den Club einst zu dem Party-Hotspot Münchens gemacht.

Goller erzählt, dass er am Sonntag gerne ins Museum geht und dann verträumt von Raum zu Raum schleicht. Skaten, Surfen (aber nicht mehr am Eisbach, da ist inzwischen zu viel los) gehören zu seinen Hobbys. "Beim Surfen ist man ganz für sich und lebt auch mal ohne Handy in der Hand." Ein Gegenpol für ihn, den der Club-Erbe auch braucht: Fünf Tage die Woche arbeitet er tagsüber im Büro. Drei bis vier Nächte schlägt er sich dann in seinem Club in der Prinzregentenstraße bis meist um 7 Uhr früh um die Ohren.

Für jede Club-Nacht nimmt er sich dann eines vor: Er quatscht drei bis vier seiner Gäste ganz unbefangen und undercover an. So lernt er jedes Mal ein paar Leute besser kennen, die seinen Club besuchen.

Sebastian Goller schätzt natürlich ebenso die Promis, ohne die das P1 ja nicht zu dem geworden wäre, was es heute immer noch ist. Sprint-Olympiasieger Usain Bolt etwa, Stammgast im P1 – auch an diesem Jubiläums-Freitag schleicht er sich durch den Büroeingang unter die Feiernden. "Ich freue mich immer, wenn er da ist." Bolt erscheint zur P1 Geburtstagsparty mit Kevin Kurányi. Bilder dürfen nicht gemacht werden. Interviews? Heute leider nicht.

Dafür stellen sich andere, weniger bekannte Promis gerne zur Verfügung. posieren exzentrisch vor der aufgebauten Leinwand. Lena von Schönlaub. etwa. Lena wer? Die junge Dame will den Durchbruch als Schauspielerin schaffen. Und ist mit dem Moderator Tom von der Isar unterwegs, der recht treffend feststellt: "Sie macht heute Connections, ich mach Party."

Auch die 46-jährige Transfrau Julia Prillwitz ist schon seit vielen Jahren Gast im Club. Die Frage, ob es ein guter Ort sei, um einen Mann zu finden, weiß der Medienprofi gekonnt zu umschiffen: "Ich habe nie nach Männern gesucht – sie suchten mich."

Für den Schauspieler John Friedmann läuft das im P1 ohnehin andersherum: "Das ist der einzige Club, in dem Frauen um die Männer werben." Und dass Frauen beim Türsteher leichteres Spiel haben, war halt auch schon immer so: "1982 habe ich drei Monate gebraucht, bis ich endlich reingekommen bin", erinnert sich John Jürgens alias DJ John Munich, der in Begleitung von Filius Dennis gekommen ist. Ja, die goldenen 80er Jahre.

Schauspieler Adrian Can war früher oft im P1– heute weniger. Der Club laufe seiner Zeit hinterher, meint er. "Man kann sich nicht auf seinem Namen ausruhen." Und so richtig hart ist die Türe längst nicht mehr. Georg Lego ist Chef-Türsteher und seit zehn Jahren beim P1. "Am heutigen Abend kenne ich 80 Prozent der Gäste", sagt er. Es wird begrüßt und gesmalltalkt – aber nicht knallhart aussortiert. Ja, Ausgehverhalten und Technik haben sich verändert. "Heute geht nichts mehr ohne Social Media", sagt der Einser-Chef. Und das funktioniert so: besagte Jungschauspielerin hat ihre rund 800 Instagram-Follower mitgenommen – von der Frage an, was sie anziehen solle, bis auf die Tanzfläche, auf der sie zu "Freed from desire" ausgelassen für die Handykamera performt.

Sebastian Goller will up to date bleiben und hält die Augen offen für neue Kanäle im Social Media. Vielleicht ist es das und die Nähe zum Party-Volk, die ihm helfen werden, das P1 durch die nächsten 34 Jahre zu geleiten.

 

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