Das P1 wird 30: Die verrücktesten Nächte

Das P1, Stüberl der Stars, wird jetzt 30. Im Interview mit der AZ verrät Besitzer Michael Käfer seine schönsten und abgefahrensten Nächte.
| Kimberly Hoppe
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Das P 1, Stüberl der Stars, wird jetzt 30. Im Interview mit der AZ verrät Besitzer Michael Käfer seine schönsten und abgefahrensten Nächte.

München – Man kann es lieben – oder hassen. Vor allem dann, wenn einem der Türsteher den Eingang verweigert. Den Eingang in eine andere, oftmals abgehobene Welt.

Denn egal, was gerade draußen passiert, im P1 denkt niemand an morgen. Da wird gefeiert, geflirtet, gerne geprasst. Und das seit 30 Jahren. In der AZ erinnert sich Besitzer Michael Käfer an die wilden Zeiten – und einen Fehler.

AZ: Herr Käfer, andere freuen sich an ihrem 18. Geburtstag über den Führerschein, Sie bekamen das P1 geschenkt ...

MICHAEL KÄFER: Das wird gerne und oft so erzählt, stimmt aber nicht.

Wie war es dann?

Ich war 24, gerade fertig mit dem Studium und mein Vater hatte die Idee, das P1 umzubauen. Er wollte mit Bernhard Paul da so ein Roncalli-Ding machen. Er plante tatsächlich einen Zirkus im P1. Die Verträge kippten, es wurde nicht genehmigt. Ich habe das P1 übernommen und hatte zum Glück kein Geld.

Zum Glück?

Ich konnte es mir gerade mal leisten, das P1, das ja damals ziemlich punkig war, neu streichen zu lassen. Mein Vater war ziemlich sauer. Aber rückblickend war es sehr gut so.

Es fing also nicht als Schickimicki-Laden an?

Nee, überhaupt nicht. Das P1 war eher negativ vom Image her. Viele – nicht nur mein Vater – hatten Sorge, dass ich es noch verratzter werden lasse. Aber das war in den 80ern, die Zeit war auf unserer Seite. München war die Hochburg schlechthin. Es gab niemanden, der nicht bei uns im P1 sein wollte.

Wegen der harten Tür?

Klar, das war damals neu, hat viele motiviert. Aber wenn du einen guten Star da hast, spricht sich das natürlich rum. Vor allem in München.

Es war nicht ein Star da, es waren alle da. Und Sie mittendrin – hebt man da mit Mitte 20 nicht ab?

Klingt doof, aber ich war zu beschäftigt, um abzuheben. Trotzdem hab ich mich oft an die Tür gestellt, geschaut, wer kommt. Das war schon irre. Mick Jagger war ständig da, Whitney Houston wurde von Monti Lüftner mitgebracht – und Freddie Mercury war jede Nacht da. Leider machte ich in dieser Zeit einen Fehler.

Welchen?

Jeff Koons, heute der teuerste lebende Künstler der Welt, war Stammgast. Er wollte mir oft seine Bilder andrehen, ich habe stets abgelehnt. Wirklich blöd von mir.

Die verrückteste Party?

Das Römer-Fest.

Die Jesus-Party?

Ja, so wurde sie dann eher bekannt. Die AZ hat mich für diese Veranstaltung acht Tage lang abgewatscht. Großartig war ein Fest mit Tina Turner und ihrer Band. Morgens um fünf spielten sie für mich und zwei Mitarbeiter noch ein paar ihrer Lieder. Gänsehaut pur. Das werde ich nie vergessen.

Sind Sie selbst mal an der Tür gescheitert?

Nein, die kennen dann doch mein Gesicht. Ich fände es aber gut, schließlich würde ich mich selbst nicht mehr reinlassen. Die Zeiten und das Publikum haben sich geändert – und das ist auch gut so.

30 Jahre sind eine lange Zeit. Was ist das P1-Geheimnis?

Das Durcheinander, der Mix macht’s. Strange neben spießig. Punk neben Promi. Wir erfinden uns immer neu.

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