Casino der Autobahndirektion Südbayern Die Schnitzel-Autobahn

Das Casino der Autobahndirektion Südbayern in der Seidlstraße ist bislang noch ein Geheim-Tipp in der Welt der Münchner Kantinen. Foto: Gregor Feindt

Autobahndirektion Südbayern – das klingt nach Tempo. Und beiSchnitzel und Currywurst geht's in der dortigen Kantine tatsächlich ruckizucki.

Betriebscasino der Autobahndirektion Südbayern“. Dieser Name klingt vielleicht etwas fad, Kantinen-Chef Harald Aschenbrenner beweist in seiner kleinen, doch feinen Kantine etwas abseits der Innenstadt aber, dass das nicht fürs Essen gilt. Und das zu äußerst günstigen Preisen. Ein Geheimtipp der Münchner Kantinen-Landschaft.

 
Die Lage
Direkt an der gesichtslosen Seidlstraße gelegen, füllt die Kantine der Autobahndirektion hier eine Lücke in Sachen günstiges Mittagessen. „Die Autobahn“, wie Stammgäste die Kantine nennen, hat nur 72 Plätze – und die sind immer gut belegt. „Wir könnten doppelt so viele brauchen“, sagt Kantinen-Chef Harald Aschenbrenner. Vom Hauptbahnhof sind es etwa zehn Gehminuten, vom Stiglmaierplatz etwa fünf.

Die Atmosphäre
Schlicht aber herzlich: Die bodenständige Einrichtung passt zur Hausmannskost. Mit Blumenschmuck und Deko wird die schlichte Möblierung liebevoll aufgehübscht. Hier futtern nicht nur die Mitarbeiter der Autobahndirektion, auch Geschäftsleute der umliegenden Büros und Mitarbeiter aus dem Justizpalast kommen vorbei. Gelegentlich kehrt hier auch der ein oder andere AZ-Redakteur ein. 
 
Der Chef
Seit ziemlich genau einem Jahr betreut Harald Aschenbrenner mit seinem Küchenchef Peter Sittinger die Kantine. Aschenbrenner ist gelernter Koch und Küchenmeister und ein alter Hase im Kantinengeschäft. Zuvor leitete er sieben Jahre lang die Kantine des Landeskriminalamts. 
 
Das Essen
Schon um 7 Uhr geht’s in der Autobahn los, bis 10 Uhr gibt es Frühstück. Belegte Semmeln, Rührei mit Tomaten, Schinken oder Kräutern, Weißwürste oder warmen Leberkäse. Zum Mittagessen gibt es drei täglich wechselnde Hauptgerichte: vegetarisch, bayerisch und „etwas Leichteres“, wie es auf der Karte so schön heißt (3,10-3,50 Euro, Beilagen extra, meist 1 Euro). „Wir achten auf Ausgewogenheit, zwei Mal die Woche gibt es Fisch“, sagt Aschenbrenner. Manche Gerichte wie Schweinsbraten mit Knödel und Blaukraut bekommt man als Komplettangebot, sonst kann man die Beilagen frei kombinieren. Der Chef legt Wert auf Frische: „Bei uns gibt's keine Fertigsoßen“, sagt Aschenbrenner, „es wird gekocht wie ich es früher gelernt habe, oder wie eben daheim bei der Mutter.“ Deshalb sind Rouladen, Hackbraten, Fleischpflanzerl oder Bolognese hausgemacht, die Schnitzel werden frisch paniert. Außerdem gibt es Nachspeisen, Suppen und ein Salatbuffet. Externe zahlen pro Mahlzeit 50 Cent Aufschlag. 

Die Spezialität
Für Abwechslung im Speiseplan lässt sich die Kantinen-Crew einiges einfallen, etwa regelmäßige Aktionswochen. In der amerikanischen Woche gab es Surf & Turf mit Scampi und Filetsteak. Bald folgt eine italienische und eine österreichische Woche. Ansonsten gilt: „Die Klassiker Schweinsbraten, Schnitzel oder Currywurst gehen immer.“
 
Seidlstraße 7-11, Mo. bis Fr. 7-13 Uhr, nach Vereinbarung auch länger, Tel.: 545 522 52
 

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