Burgen, Schlösser, Fabriken Tag des offenen Denkmals lockt zahlreiche Besucher

Blick in das Treppenhaus des unter Denkmalschutz stehenden Wohnhauses in der Richelstraße 26 im Stadtteil Neuhausen in München: In dem Haus mit dem verzierten Treppengeländer befinden sich unter anderem eine Hausbrauerei, Künstlerwerkstätten und Veranstaltungsräume. Foto: DPA

Einmal im Jahr drehen sich große Schlüssel in rostigen Schlössern, gehen uralte Tore knirschend auf. Die Bayern können sich am Tag des offenen Denkmals Hunderte Orte anschauen, die sonst nicht zugänglich sind - und dabei viel über ihre Geschichte erfahren.

 

München/Thierhaupten - Rund 750 Burgen, Schlösser, Fabriken und Bauernhöfe im Freistaat haben am Tag des offenen Denkmals am Sonntag ihre Tore geöffnet. "Unsere Denkmäler gehören zur bayerischen Identität", betonte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU). "Genauso, wie wir unsere Traditionen und Bräuche pflegen, gilt es auch, unsere Denkmäler zu schützen und für die Zukunft zu erhalten." Das jährliche Kulturereignis findet in diesen Wochen in allen Ländern der europäischen Kulturkonvention statt und steht heuer unter dem Motto "Farbe".

Zu den mehr als 750 Denkmälern, die am Sonntag in Bayern zugänglich waren, gehörten unter anderem Kirchen, Industriehallen und alte Krankenhausbauten. "Denkmäler sind lebendige Zeugen der besonderen Geschichte unseres Landes", sagte Spaenle bei der offiziellen Eröffnung am Samstag im ehemaligen Kloster Thierhaupten (Kreis Augsburg). Sie hätten eine ganz besondere Bedeutung: "Denkmäler sind historische Konstanten in einer sich stetig wandelnden Welt. Sie können in einem besonderen Maß Orientierung vermitteln."

Die Sensibilität für das Thema sei heute größer als noch vor 10 oder 20 Jahren, ergänzte Generalkonservator Mathias Pfeil. Dennoch sei der Denkmalverlust hoch, viele Gebäude würden gar nicht genutzt - gerade auf dem Land. Als oberster Denkmalpfleger will Pfeil den Menschen deshalb Bedeutung und Wert schutzwürdiger Gebäude näherbringen. Auch mit dem Tag des offenen Denkmals sollen die Menschen für das Thema sensibilisiert werden.

 

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