Brutale Attacke in Ottobrunn Herrmann: "Werden die möglichst rasche Abschiebung prüfen"

Findet nach der Attacke in Ottobrunn deutliche Worte: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Foto: Peter Kneffel/dpa/T. Gaulke/AZ

Nach der brutalen Attacke auf eine Notärztin in Ottobrunn hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Vorfall geäußert und den Angriff aufs Schärfste verurteilt. Eine Abschiebung des Täters soll geprüft werden.

 

Ottobrunn - Klartext von Joachim Herrmann: Bayerns Innenminister findet nach dem Angriff auf eine Notärztin in Ottobrunn deutliche Worte. "In unserem Land Schutz und Sicherheit zu suchen und gleichzeitig in einem Anfall blinder Aggression unsere Rettungskräfte anzugreifen, geht gar nicht", so der 61-Jährige in einem offiziellen Statement.

Flüchtling attackiert Notärztin: Herrmann will "rasche Abschiebung prüfen"

Gegen den 20-jährigen Flüchtling aus Eritrea wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Laut Herrmann solle jetzt gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die "möglichst rasche Abschiebung" geprüft werden. "Wer in unserem Land Gewalttaten begeht und unser Rechtssystem derart missachtet, muss hart bestraft werden", sagte Herrmann weiter.

Der CSU-Politiker verwies auf die im April 2017 beschlossene Strafverschärfung. Bei tätlichen Angriffen auf Rettungskräfte im Einsatz drohen seitdem bis zu fünf Jahre Haft. "Harte Strafen sind aufgrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen Zahl der Angriffe auf Rettungskräfte dringend notwendig", forderte der Innenminister. "Wir brauchen für die Täter einen klaren Denkzettel und auch eine höchstmögliche Abschreckung vor zukünftigen Taten."

Gemeinsam mit einem 17-jährigen Flüchtling hat der Eritreer zwei Betreuerinnen eines Jugendzentrums angegriffen – Streitpunkt war das dortige Alkoholverbot. Danach eskalierte die Situation vollkommen: Der 20-Jährige warf eine volle Whiskeyflasche gegen die Beifahrerscheibe eines Notarztfahrzeugs und traf dabei eine 46-jährige Ärztin am Kopf. Die Frau verlor mehrere Zähne, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Kieferbruch und mehrere Schnittverletzungen im Gesicht. Der Fahrer, ein Feuerwehrmann, wurde durch umherfliegende Glassplitter am Auge verletzt.


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