"Blutlinie vernichten" Nach Tod eines Toreros: Mutter des Stiers soll getötet werden

Der Torero Victor Barrio wurde am Wochenende bei einem Stierkampf tötlich verletzt. Foto: dpa

Am vergangenen Samstag tötete ein Stier vor laufenden Kameras einen Torero. Nun verlangt die spanische Tradition ein weiteres Todesopfer, denn das Muttertier des Stieres soll ebenfalls geschlachtet werden.

 

Teruel - Es waren tragische Szenen, die sich am vergangenen Samstag in der spanischen Stadt Teruel abspielten. In der Stierkampfarena wurde ein Torero von einem Bullen auf die Hörner genommen, dabei wurde der Mann so schwer verletzt, dass er noch in der Arena verstarb.

Kuh Lorenza muss sterben

Der Bulle namens Lorenzo wurde anschließend geschlachtet - so verlangte es die Tradition. Nun soll es aber noch ein drittes Todesopfer geben: Lorenzos Mutter soll ebenfalls ihr Leben lassen. Auf diese Weise soll die Blutlinie des Killer-Stieres vernichtet werden.

Tierschützer auf der ganzen Welt haben nun eine Kampagne ins Leben gerufen, um Kuh Lorenza vor der Schlachtbank zu bewahren. Unter dem Hashtag "#SalvemosALorenza" ("Wir retten Lorenza") twittern sich derzeit unzählige Menschen ihre Empörung von der Seele und plädieren für ein allgemeines Verbot von Stierkämpfen.

Twitter-Trend #SalvemosALorenzo

Ob die Aktion tatsächlich Erfolg haben wird und Lorenza weiterhin am Leben bleiben darf, ist ungewiss.

Stierkämpfe spalten bis heute die spanische Nation. In manchen Teilen des Landes gilt der blutige Sport noch immer als noble Tradition, wohingegen manche Städte in Spanien Stierkämpfe scharf verurteilen und diese sogar verbieten.

 

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