Bistro Pfundig Idyll hinter Mauern

Das Bistro Pfundig liegt versteckt in einem Innenhof am Goetheplatz. Seit ein paar Tagen ist dort alles neu, von der Einrichtung bis zur Speisekarte. Nur das alte Biedermeier-Sofa durfte bleiben. Foto: Petra Schramek

Das Bistro Pfundig in einem Innenhof am Goetheplatz muss man suchen. Aber man ist froh, wenn man es erst einmal gefunden hat.

 

Wäre da nicht das alte Biedermeier-Sofa, täten sich vermutlich sogar Stammgäste schwer, in diesem Lokal das alte Bistro Pfundig wiederzuerkennen. Nichts ist mehr, wie es noch zu Anfang des Jahres war. Die Einrichtung, die Wandfarbe – nur das schmucke Sofa steht hier nach wie vor.

Matthias Jaist, früher Koch im Bistro Pfundig, hat das Lokal Ende vergangenen Jahres übernommen. Das kleine Restaurant liegt versteckt in einem Innenhof am Goetheplatz. Man muss es schon gezielt aufsuchen, zufällig läuft man daran nicht vorbei. Wenn man es aber mal gefunden hat, ist einem durchaus daran gelegen, sich die verschlungenen Pfade zu merken, die einen hierher geführt haben.

Es gibt zwei Wege zum Bistro Pfundig: Der eine führt von der Lindwurmstraße durch eine dunkle Häuserschlucht, der andere durch eine breite Einfahrt an der Häberlstraße. Dahinter erstreckt sich eine Citypark genannte Grünanlage mit Birken, Blumenbeeten und ein paar Tischen, die das Bistro Pfundig dort aufgestellt hat.

In diesem Idyll, abgeschirmt vom Rauschen der Großstadt, serviert Matthias Jaist eine Mischung aus bayerischer und mediterraner Küche. Auf der Karte stehen täglich wechselnde Gerichte, von der gegrillten Hühnchenbrust mit Curry (10,50 Euro) bis hin zur Kalbsleber (11,50 Euro).

Auch für Kinder gibt es im Bistro Pfundig ein spezielles Angebot. Zum einen, was das Essen betrifft (zum Beispiel Reiberdatschi mit Apfelmus für 4,50 Euro), zum anderen, was man rund um das Lokal sonst so unternehmen kann. Zum Hof gehört nämlich ein Spielplatz, auf dem sich wunderbar herumtoben lässt, während die Eltern noch ihren Apfelstrudel (6,50 Euro) aufessen.

Und sollte das Wetter einen mal nach drinnen zwingen, sitzt man dort nun im frisch renovierten Gastraum. Statt über Fliesen wandelt man dort nun über Eichenparkett, an den Wänden klebt gold-braune Seidentapete – und selbst das Biedermeier-Sofa sieht nicht mehr ganz so aus wie früher. Federung und Bezug sind auch an diesem Erbstück aus der alten Bistro-Pfundig-Zeit neu.

Lindwurmstraße 95a, Mo. bis Fr. 10-22 Uhr, www.bistropfundig.de, Tel. 53 50 52

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