Bilder-Ausstellung Fürstin Glorias Liebe zu Vatikan-Männern

Die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mit ihren Karikaturen, die in Rom ausgestellt sind. Foto: Brauer

Ganz was Neues: Fürstin von Thurn und Taxis malt Porträts von Kirchenleuten. In Rom zeigt sie die Konterfeis der Päpste und des schönen Erzbischofs Georg Gänswein.

 

Rom - Der Klerus mal komisch – in dieses mittelschwere Fegefeuer begab sich die stramme Katholikin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in Rom, wo sie 60 der „interessantesten Köpfe“ des Vatikans karikierte. Sie malt mit Pastellstiften und benötigt pro Bild eine gute Stunde. Natürlich rangieren der Ratzinger-Vertraute Georg Gänswein, ein George Clooney unter den römischen Kirchenmännern, an der Spitze.

Außerdem der amtierende Papst Franziskus sowie der emeritierte Benedikt XVI. Eines haben die Männer-Porträts auf den ersten Blick gemeinsam – große Kirschaugen. Die vom ehemaligen Regensburger Bischof und jetzigen Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, haben dazu noch die Feinheit eines leichten Silberblicks. Montagabend wurden Glorias Werke in Rom mit größtmöglichem Glanz in den Räumlichkeiten ihrer Langzeit-Freundin Alessandra Borghese in Rom ausgestellt und das dazugehörige Buch unter dem Titel „Buongiorno Monsignore“ präsentiert.

„Es ist noch schöner geworden, als ich gedacht habe“, sagte Gloria strahlend, als sie vom Repräsentanten des Verlages „Pitralon Editoren“ das erste druckfrische Exemplar in die Hand gedrückt bekam. Original-Zeichnungen (Stückpreis: 1000 Euro) und Bücher (50 Euro), die in einer limitierten Auflage von 1000 Stück gedruckt wurden, werden für den Almosenfond von Papst Franziskus verkauft. Mit einer zusätzlichen Wertsteigerung in Form von Autogramm und fürstlichem Siegel (www.thurnundtaxis.de).

Als Fürstin Gloria, Bayerns heimliche Queen, bekommt man natürlich beim Papst in Nullkommanix eine Audienz und den Segen für das „zum Schmunzeln anregende Ergebnis“, sagte die Fürstin, die in Rom seit Jahren ein Domizil hat und per Motorino durch die Stadt fährt. „Hier gibt es keinen Parkplatz und Autos werden mehr denn je aufgebrochen.“ Gloria von Thurn und Taxis, in der viel Künstlerblut zu pulsieren scheint und die gern als Sängerin oder Schauspielerin auftritt, malt schon seit ihrer Jugend.

Im Schloss St. Emmeram gibt es kaum eine Wand, an der nicht zeitgenössische Kunst hängt, darunter Werke von Jeff Koons. Ein Zimmer hat Keith Haring für eine Party ausgemalt. „Neu ist bei meiner Malerei allerdings, Köpfe zu zeichnen. Ein schöner Reiz, den typischen Gesichtsausdruck zu treffen und den Moment zu erleben, wenn der Porträtierte sich erstmals sieht. Erzbischof Müller hat gefragt, ob sein Gesicht wirklich so aussähe“, erzählt Gloria. Wie kam sie auf die Idee für diese Bilder? „Es war meine Liebe zur Kirche. Mich faszinieren Kirchenleute. Sie haben so herrliche Charakterköpfe. Und Alessandra sagte sofort, dass man daraus ein Buch machen muss.“ Nicht alle 60 Gloria-Bilder hängen übrigens in Rom. Ein Teil ist im Schloss-Café in Regensburg zu sehen.

 

1 Kommentar