Beim Einparken mit Carsharing-Auto Mann (37) fährt Schild um: 89-Jährige tot!

Bilder vom Unfallort an der Kreuzung Danklstraße/Valleystraße. Foto: ls

Wegen eines völlig missglückten Einparkmanövers eines DriveNow-Kunden ist am Freitag eine 89-Jährige schwerst am Kopf verletzt worden. Nun ist die Frau ihren Verletzungen erlegen.

 

Sendling - Ob er nur besonders schnell und lässig einparken wollte? Die Aktion, die ein DriveNow-Kunde am Freitagvormittag mit seinem gemieteten BMW vollzog, könnte ihn nun jedenfalls wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht bringen. Die bei dem Unfall schwer verletzte 89-Jährige ist laut Polizei am Montag ihren Verletzungen erlegen. 

Was war passiert? Ein 37-Jähriger wollte am Freitag gegen 9 Uhr seinen gemieteten BMW in eine Parklücke an der Kreuzung Danklstraße / Valleystraße parken. In dem Bereich ist die Danklstraße Einbahnstraße. Doch anstatt ordnungsgemäß einzuparken, fuhr der Mann aus noch ungeklärten Gründen vorwärts über den Randstein auf den Gehweg. Dort prallte er gegen ein mit zwei Pfeilern im Boden verankertes Verkehrszeichen, das an der Kreuzung auf die dortige Anwohner-Parkzone hinweist.

Frau (89) erliegt Verletzungen

Das Schild knickte durch den Aufprall um und traf eine genau zu diesem Zeitpunkt vorbeigehende 89-Jährige am Kopf. Die Dame erlitt schwerste Kopfverletzungen, unter anderem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und eine Gehirnblutung. Doch anstatt sich um die Frau zu kümmern, flüchtete der 37-Jährige von der Unfallstelle.

Passanten fanden die Schwerverletzte wenig später, leisteten Erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte brachen die 89-Jährige in ein Krankenhaus, in dem sie am Montag verstarb. 

Polizei beschlagnahmt Führerschein des Fahrers

Über den Carsharing-Anbieter konnte die Polizei den 37-Jährigen ermitteln. Beamte trafen ihn an seiner Wohnadresse an. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, zudem wurde ihm Blut abgenommen. Zur Sicherung der Spuren wurde außerdem der BMW abgeschleppt. Die Feuerwehr flexte das Verkehrsschild ab, da es ebenfalls im Original als Spurenträger gebraucht wird.

Gegen den 37-Jährigen wurde zunächst wegen Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Nachdem die 89-jährige nun an den Folgen des Unfalls verstorben ist, könnten auch Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen werden.

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