Beim CSD nicht willkommen Berliner Christopher Street Day lehnt AfD ab

Teilnehmer des 38. Christopher Street Day (CSD) ziehen feiernd durch die Stadt. (Symbolbild) Foto: Rainer Jensen/dpa

In Berlin ist die AfD bei der CSD-Parade unerwünscht. Nach einem Beschluss der Veranstalter von 2016 dürfen AfD, BERGIDA und NPD nicht teilnehmen.

Berlin - Die AfD darf nach Angaben der Veranstalter nicht mit einem Stand, einem Wagen oder als Gruppe bei der schwul-lesbischen Parade zum Christopher Street Day in Berlin (28.7.) teilnehmen. Das teilte der CSD am Montag mit. Demnach bleibt ein Beschluss von 2016 weiter gültig.

Darin heißt es: "Die Teilnehmenden am CSD Berlin stehen für ein Klima der Akzeptanz in unserer Gesellschaft - für eine Kultur, die Geflüchtete willkommen heißt. Menschen und Organisationen die versuchen ein Klima der Angst und Ausgrenzung zu schaffen, wie es AfD, BERGIDA und NPD tun, sind beim CSD nicht willkommen."

Landesvorsitzender der AfD-Jugendorganisation will trotzdem zum CSD Berlin

David Eckert, der Berliner Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative, hatte sich über einen vom CSD abgelehnten Teilnahme-Antrag beschwert. "Sie, als Organisatoren, haben das Recht, für Schwule und Lesben zu sprechen, nicht exklusiv für sich gepachtet", schrieb Eckert. "Wer Toleranz predigt, muss sie auch selber leben." Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über die Absage berichtet. 

In einem Video auf Facebook schießt Eckert gegen die Veranstalter des CSD Berlin: "Als Junge Alternative Berlin fühlen wir uns als Bollwerk der Freiheit und somit auch als Schutzschild der Homosexuellen." Der Deutschen Presse-Agentur sagte Eckert, er werde auf jeden Fall zum CSD gehen.

 

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