Bei Seehofer-Besuch in Rom Flüchtlingsstreit mit Italien beendet

Horst Seehofer spricht in Rom mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella über die Flüchtlingspolitik Foto: dpa

Die bayerisch-italienischen Streitigkeiten um die Weiterleitung von Flüchtlingen sind beigelegt. Bayern und Italien sind sich einig, dass die Flüchtlinge in Europa gerechter verteilt werden müssten.

 

Rom - Die bayerisch-italienischen Streitigkeiten um die Weiterleitung von Flüchtlingen sind beendet. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) stellte am Freitag nach einem Treffen mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella in Rom die gemeinsamen Interessen und Positionen in der Flüchtlingspolitik heraus.

Bayern und Italien seien sich einig, dass die Flüchtlinge in Europa gerechter verteilt werden müssten, sagte Seehofer. "Wir müssen mehr Solidarität in Europa herstellen. Das ist im Grunde eine Bewährungsprobe für die Europäische Union." Es gebe "ein hohes Maß an Übereinstimmung" mit Italien.

Im vergangenen Jahr hatten mehrere CSU-Politiker - vor allem Innenminister Joachim Herrmann - Italien scharf kritisiert, weil die italienischen Behörden viele Flüchtlinge ungehindert nach Deutschland weiterziehen ließen, ohne sie in Italien zu registrieren.

 

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