Bei Grünwalder-Umbau Stadion: Nürnberg wäre offen für Anfrage des TSV 1860

In der Regionalliga-Saison 2017/18 spielten die Löwen letztmals im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg - vor über 17.000 Zuschauern! Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Wird Nürnberg für zwei Jahre zur Heimat des TSV 1860? Im Gegensatz zu vielen bayerischen Vereinen würde die Stadt als der Betreiber des Max-Morlock-Stadions eine Anfrage zumindest nicht kategorisch ablehnen. Ein Umzug scheint jedoch unrealistisch.

 

München/Nürnberg - Elf Partien sind die Löwen mittlerweile ungeschlagen - die Schlagzeilen bestimmen aktuell aber einmal mehr vereinspolitische Themen. Derzeit eine der drängendsten Fragen: Wo würde Sechzig im Falle eines Umbaus des Grünwalder Stadions spielen?

Spätestens seit dem Beschluss des Stadtrats im vergangenen Juli, die altehrwürdige Spielstätte in Giesing zu überdachen und zu modernisieren, muss sich natürlich auch der Verein mit der Frage befassen. Wirklich ertragreich verlief die Suche nach einer temporären Löwen-Heimat bislang jedenfalls nicht – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung: Von Unterhaching, Ingolstadt, Regensburg und Augsburg gab es bereits Absagen - allzu viele Alternativen bleiben nicht mehr übrig.

Komplett düster sieht es momentan aber noch nicht aus: Nach AZ-Informationen schließt die Stadt Nürnberg als Betreiber des dortigen Max-Morlock-Stadions zumindest nicht kategorisch aus, den Löwen für zwei Jahre eine Heimat zu bieten. Eine Entscheidung darüber hinge jedoch von verschiedenen Faktoren wie der zu zahlenden Miete oder der zu erwartenden Auslastung des 50.000 Plätze fassenden Stadions ab.

TSV 1860: Umzug nach Nürnberg ist unwahrscheinlich

Noch gab es keine Anfrage aus Giesing, ohnehin dürfte ein temporärer Umzug nach Nürnberg nicht die erste Wahl sein. "Wenn Sie auf einer Karte mit einem Zirkel auf das Grünwalder Stadion gehen und einen Radius von 100 Kilometern ziehen, können Sie sicher sein, dass wir alle großen Stadien in Betracht ziehen", erklärte der im Sommer ausscheidende Finanz-Geschäftsführer Michael Scharold vergangenen Dienstag. Das knapp 170 Kilometer entfernte Nürnberg liegt weit außerhalb dieses Umkreises, bei einem Umzug würden für Fans und Verein entsprechend zusätzliche Kosten anfallen.

Womöglich erübrigt sich die Frage nach einem Interims-Stadion aber ohnehin - der Ausbau des Sechzgerstadions ist schließlich noch nicht endgültig beschlossen. Bis kommenden Montag können noch Einwände gegen das Vorhaben der Stadt erhoben werden. Diese werden anschließend von der Baugenehmigungsbehörde bewertet und führen gegebenenfalls zu Nachbesserungen des bisherigen Plans, wie das Referat für Bildung und Sport gegenüber der AZ mitteilt. Im weiteren Verlauf wird der Stadtrat damit befasst, der im Rahmen eines Planungsauftrags nachsteuern kann. Bis zum endgültigen Umbau sind also noch einige Hürden zu nehmen...

 

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