Bei der 0:4-Klatsche Lahm schützt Pep: Spieler wählten Taktik gegen Real

Der (damalige) Trainer und sein Kapitän: Pep Guardiola und Philipp Lahm. Foto: Augenklick/firo

Nach der 0:4-Klatsche im Halbfinal-Rückspiel der Champions League 2013/14 geriet Pep Guardiola wegen seiner Taktik in die Kritik. Doch anscheinend war er gar nicht dafür verantwortlich.

 

München - Zweimal Ramos, zweimal Ronaldo: mit 4:0 gewann Real Madrid im April 2014 das Champions-League-Halbfinal-Rückspiel beim FC Bayern und schmiss die Münchner damit hochkant aus der Königsklasse. In den Tagen und Wochen danach hagelte es Kritik ohne Ende an Cheftrainer Pep Guardiola, der mit seiner Taktik für die Blamage verantwortlich gewesen sein sollte. Drei Jahre später sorgt jetzt ein damals beteiligter Spieler für eine überraschende Wendung.

Im Interview mit der Zeit verrät Bayern-Kapitän Philipp Lahm, dass die Taktik für das Duell mit den Königlichen nicht vom Trainer, sondern von den Spielern ausgewählt wurde: "Zu diesem Zeitpunkt war Pep Guardiola der Meinung, die Spieler müssen sich wohlfühlen, also hat er entschieden, wir spielen so, wie die Mannschaft es wollte", sagte Lahm. Guardiola habe "sechs von uns vor dem Spiel zu sich geholt und gefragt, wie wir agieren wollen. Danach wurde es so ausgelegt, als funktioniere sein System nicht. Aber eigentlich war es gar nicht sein System."

Damit hätte wohl niemand gerechnet. Bemerkenswert auch, dass von Guardiola selbst, trotz aller Kritik an seiner Person, nie eine Andeutung in diese Richtung zu vernehmen war. Der Spanier hat aber wohl aus seinem Fehler von damals gelernt: Guardiola habe seine Lehre aus dem Debakel gezogen und dieses Verfahren nie mehr wiederholt, "und er wird es wohl nie mehr so machen", so Lahm.

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