Bei Corona-Kontrolle in München Schon wieder: Feierwütige husten und spucken Polizisten an

Die Polizisten patrouillieren auch und vor allem im Englischen Garten. Foto: Matthias Balk/dpa

Unter der Tierparkbrücke hat die Polizei am Donnerstag eine Party aufgelöst. Zwei Münchner husteten und spuckten die Beamten an und behaupteten, sie seien mit dem Coronavirus infiziert.

 

München - Aller Mahnungen und Warnungen zum Trotz gibt es immer noch Menschen, die das Feiern nicht lassen können: So auch eine Gruppe, die sich am Donnerstag unterhalb der Thalkirchner Brücke an der Isar aufhielt, dort trank, Musik hörte und feierte. Das ist derzeit aufgrund der Allgemeinverfügung verboten.

Also rückte die Polizei an. Zwei Münchner (22 und 23 Jahre alt) reagierten darauf mit Unverständnis. Der 22-Jährige hustete und spuckte zudem in Richtung der Beamten. Dazu behauptete er, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Beide wurden angezeigt.

Fast 3.000 Corona-Kontrollen in München

Insgesamt arbeiteten über 370 Beamte zwischen dem 19. März (6 Uhr) und dem 20. März (6 Uhr) mehrere dieser "Corona"-Einsätze ab. Auch, weil viele Mitbürger Verstöße gegen die Allgemeinverfügung melden. Über 2.900 Überprüfungen, vor allem von Gastronmiebetrieben, wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 500 Verstöße festgestellt.

In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 37 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden, darunter die beiden Feierwütigen von der Isar. Erst am Mittwoch hatte sich ein ähnlicher Fall auf einem Spielplatz zugetragen.

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