Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hoch zu Ross beim Kötztinger Pfingstritt

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern, reitet beim Kötztinger Pfingstritt mit. Foto: Armin Weigel/dpa

Hunderte geschmückte Pferde, Hunderte gläubige Männer auf ihren Rücken: Der Kötztinger Pfingstritt gehört zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Bayern. In diesem Jahr mit einem prominenten Reiter.

 

Bad Kötzting - Genau 767 Reiter sind beim traditionsreichen Pfingstritt vom oberpfälzischen Bad Kötzting zur Kirche in Steinbühl gezogen. "Am Anfang gab's eine kurze Abkühlung von oben, danach hatten wir schönes Reitwetter", sagte Organisator Sepp Barth am Montag.

"Wir sind sehr zufrieden, dass der Herrgott wieder seine schützende Hand über Reiter und Zuschauer gehalten hat und es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen kam", so Barth weiter.

Der Tradition gemäß haben nur "Männerleut" an dem Ritt teilgenommen, die Frauen waren für das Fest und für das Schmücken der Pferde mit Papierrosen verantwortlich. Im Sattel ihrer bunt geschmückten Pferde begannen die Gläubigen ihren Bittgang am frühen Morgen des Pfingstmontags an der Pfarrkirche Sankt Veit in Bad Kötzting.

Hubert Aiwanger hoch zu Ross in Bad Kötzting

Für die sieben Kilometer lange Wegstrecke benötigten die in Tracht gekleidete Reiter etwa zwei Stunden. An vier Stationen verkündete der Offiziator des Ritts, Kaplan Florian Rein, das Evangelium. Bei der Prozession dabei war Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Auf einem schwarzen Pferd ritt er in Tracht gekleidet mit.

Nicht dabei war dagegen Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Während seiner Zeit als Regensburger Bischof hatte Müller den Pfingstritt zu einer Eucharistischen Prozession erklärt und von 2004 bis 2016 selbst daran teilgenommen. Der Kardinal sei inzwischen über 70 Jahre alt und der Ritt zu anstrengend, sagte Organisator Barth.

Die Wallfahrt zählt zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Bayern und ist eine der größten Reiterprozessionen Europas. Der Legende nach wollte im Jahr 1412 ein Priester einem Sterbenden die Sakramente nach Steinbühl bringen. Da Räuber am Wege lauerten, schützten ihn mutige Burschen. Nach der glücklichen Rückkehr gelobten die Männer, den Ritt jährlich zu wiederholen.

 

9 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading