Bayern-Vorstandsboss Rummenigge in der UEFA-Exekutive

Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandschef des FC Bayern und Vorsitzender der European Club Association, mit Andrea Agnelli, dem Präsidenten von Juventus Turin (hinten). Foto: dpa

Gemeinsam mit Andrea Agnelli von Juventus Turin vertritt Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Europäische Club-Vereinigung ECA im Exekutivkomitee der UEFA.

 

Helsinki - Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist von den Delegierten des UEFA-Kongresses zum stimmberechtigten Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union ernannt worden.

Der Antrag wurde am Mittwoch in Helsinki von den 55 UEFA-Mitgliedern einstimmig angenommen. Wie Andrea Agnelli von Juventus Turin vertritt Rummenigge die Europäische Club-Vereinigung ECA in dem Gremium. Bislang konnte das Duo ohne Stimmrecht an den Sitzungen des Exekutivkomitees teilnehmen.

"Die Eingliederung von Klub-Vertretern als ordentliche Mitglieder in die UEFA Exekutive ist eine wichtige und faire Maßnahme, die dem europäischen Klubfußball in Zukunft noch mehr Gewicht geben wird. Die Klubs sind die Basis des Fußballs und werden so direkt am Entscheidungsfindungsprozess innerhalb der UEFA beteiligt", wurde Rummenigge in einer ECA-Mitteilung zitiert.

Kein konfliktfreies Verhältnis

"Wir begrüßen diese Entscheidung sehr und freuen uns auf eine produktive und seriöse Zusammenarbeit mit den Vertretern der UEFA."

In Helsinki war der Bayern-Chef allerdings nicht anwesend. Die ECA hatte seit Jahren auf mehr Einfluss im Kontinentalverband gedrängt, unter anderem um mehr Mitspracherecht bei den Formaten der Europapokal-Wettbewerbe zu haben. Die Aufnahme der sogenannten Fußball-Stakeholder ist Teil des Reformprozesses.

Konfliktfrei ist das Verhältnis aber nicht. In seiner Rede sprach UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Rummenigge als "Fußball-Legende" an, ohne seinen Namen zu nennen. "Die Klubs sind nicht die Einzigen, denen der Fußball am Herzen liegt."

Auch der UEFA seien "finanzielle Aspekte wichtig, aber nur, damit wir mehr verteilen können." Andere Fußball-Organisationen, wie die Ligen-Vereinigung EPFL, haben noch kein Stimmrecht in der Exekutive.

 

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