"Wir ham's ja versucht!" Weiter auf Reisen: Isar-Pelikan lässt sich nicht einfangen

Der Isar-Pelikan ist weiter auf Reisen - am Montagabend wurde er unter anderem am Münchner Flughafen gesichtet. Foto: Fabian Unger/LBV Bayern/dpa, Berufsfeuerwehr München

Während der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) noch einen griffigeren Namen für den "Isar-Pelikan" sucht, melden Retter in spe erfolglose Fangversuche. Und das Tier setzt seine Reise munter fort.  

 

München - Gerade erst war man dahinter gekommen, welch weite Reise er bereits hinter sich hat und dass der Raritätenzoo in Ebbs in der Nähe von Kufstein das Tier vermisst - jetzt setzt der Isar-Pelikan seine Reise Richtung Norden durch die Luft und auf der Isar fort.

Das Tier sei am Montagabend bei Freising gesehen worden, sagte Markus Erlwein vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am Dienstag. Zuvor sei er am Münchner Flughafen herumgeflogen. Rosapelikane sind eigentlich in Afrika, Asien und Südosteuropa beheimatet. (Lesen Sie hier: Neues vom Isar-Pelikan - Überlebt er den Winter?)

Später wurde das Tier bei Manching gesehen, wie der "Donaukurier" berichtete. Mit Hilfe sozialer Medien wie Facebook wollen die Besitzer des Zoos und des LBV den Pelikan aufspüren, um ihn zu fangen. "Wir ham's ja versucht!", schreiben beispielsweise die Retter der Berfusfeuerwehr München bei Facebook. Doch beim Einfangversuch der Feuerwehr habe der Pelikan schnell das Weite gesucht, konnte also immer wieder entwischen. 

"Der Isar-Pelikan, offenbar ein Exil-Österreicher aus dem Raum Kufstein, hat uns bereits vor 9 Tagen auf Trab gehalten", heißt es in besagtem Facebook-Post weiter. Und: "Tiere werden von uns gerettet, wenn sie hilflos oder verletzt sind, sich oder andere gefährden oder im hiesigen Lebensraum schlicht nicht überlebensfähig sind. Und natürlich sollte bei diesen Einsätzen eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt werden."

Während die Retter in spe bis dato also allesamt passen müssen, startete der LBV auf seiner Facebook-Seite einen weiteren öffentlichen Aufruf und sucht einen "griffigeren Namen für den derzeit gesuchten Exoten" - als "Isar-Pelikan" eben. "Postet eure Namensvorschläge unter den Beitrag!", ruft der Landesbund die Facebook-Nutzer auf.

Der Pelikan soll aus dem Raritätenzoo im österreichischen Ebbs stammen. Dort wird er seit einem Monat vermisst. Rund 85 Kilometer weiter in München hatten Spaziergänger den Vogel mit dem großen Schnabel und dem zarten rosa Gefieder erstmals vor rund eineinhalb Wochen auf der Isar entdeckt.

 

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