Bayern-Doc bei Sky Müller-Wohlfahrt: "Arjen ist wie ein Formel-1-Motor"

Arjen robben spielt die vielleicht beste Saison seiner Karriere - auch dank Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt! Foto: dpa

Im Rahmen der Sky-Dokumenation „Phänomen Robben“ hat Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt im Interview verraten, welche Bedenken Uli Hoeneß vor dem Kauf von Arjen Robben hatte.

 

Unterföhring - Seit dem 28. August 2009 gehört Arjen Robben zum Kader des FC Bayern München. Damals war der Transfer des Superstars eine kleine Sensation. In der Folgezeit entwickelte sich der Offensivspieler immer stärker zum Führungsspieler beim deutschen Rekordmeister. Auch 2015 und damit mehr als fünf Jahre später ist Robben nicht aus der Startformation der Bayern wegzudenken.

Wie Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt jetzt im Rahmen des Sky-Berichts „Phänomen Robben“ verraten hat, gab es damals jedoch Bedenken vor der Verpflichtung. Genauer: Der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß war vor allem über den Gesundheitszustand des Niederländers.

Während seiner Zeit in Spanien bekam der 30-Jährige den unliebsamen Spitznamen "Jugador de cristal" von den spanischen Medien verliehen - auf Deutsch übersetzt bedeutet das so viel wie "Spieler aus Glas". Eine Anspielung an die vielen leichten Verletzungen von Robben während seiner Zeit bei Real Madrid. Eine Beiname der auch dem FC Bayern bekannt war.

„Ich erinnere mich noch ganz genau. Uli Hoeneß rief mich an und sagte: ‚Wir können den Arjen haben – traust du dir das zu, ihn gesund zu machen ihn zu behandeln, so dass er sich nicht mehr verletzt?“ so Müller-Wohlfahrt und weiter: "Ich habe dann gesagt, dass ich ihn anschauen muss. Nach der Untersuchung meinte ich, dies und jenes gefunden zu haben, was vielleicht auch die Ursache für diese immer wiederkehrenden Muskelverletzungen sein konnte. Das habe ich dem Uli gesagt. Ich denke, dass ich sogar gesagt habe: ‚Ich übernehme die Verantwortung, ich kriege das hin.‘ Und dann wurde er gekauft.“

Auch in München blieb Robben zwar nicht von Verletzungen verschohnt, aber die medizinische Arbeit von Bayern-Doc Robbens scheint Eindruck hinterlassen zu haben. Wie sich Müller-Wohlfahrt erinnert, hatten seine Behandlungen entscheidenden Einfluss auf Robben und seinen Verbleib in der bayerischen Landeshauptstadt. "Als es um die Vertragsverlängerung ging, hat Arjen erklärt, er bliebe wegen der medizinischen Betreuung bei Bayern. Er hatte gute Angebote, das weiß ich. Das ist das größte und schönste Kompliment."

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Aber Robben scheint zu wissen was er am Bayern-Doc hat - auch in seinem sechsten Jahr beim FC Bayern konsultiert der Niederländer regelmäßig den Mannschaftsarzt. „Arjen will vor jedem Spiel untersucht werden Und wenn er dann das OK kriegt, dann startet er durch", erzählt Müller-Wohltfahrt.

Und wieso das Ganze? "Arjen ist vergleichbar mit einem Formel-1-Motor. Es muss alles stimmen." In den letzten Monaten scheint es zu passen. so erlebt man momentan vielleicht den besten Arjen Robben aller Zeiten. 17 Tore in der Liga, dazu acht weitere Treffer vorbereitet. Statistisch bereits die beste Bundesligasaison in der Karriere des Niederländers. Und es bleiben ihm noch neun Ligaspiele um den ein oder anderen Scorerpunkt dazuzuholen.

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Bayern- und Robbenfans dürfen also gespannt sein auf „Phänomen Robben“. Neben Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt werden unter anderem auch Robbens Landsmänner Mark van Bommel und Guus Hiddink über den Superstar im Bayern-Kader sprechen. Was sie zu erzählen haben erfahren Bayernfans spätestens am Sonntag (17:00 Uhr). Dann läuft der Bericht vor der Partie zwischen dem FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach auf Sky (17.30 Uhr, AZ-Liveticker).

 

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